Klöss-Stiftung

Richtfest für Großprojekt

Nur wenige Schläge brauchen Hubert Gerhards (von links), Tobias Poisl, Bernd Roth und Roger Winter beim Richtfest für den „letzten“ Nagel.
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Nur wenige Schläge brauchen Hubert Gerhards (von links), Tobias Poisl, Bernd Roth und Roger Winter beim Richtfest für den „letzten“ Nagel.

Obertshausen – Nur wenige Schläge und die rund zehn Zentimeter langen Zimmermannsnägel sind in dem Dachbalken verschwunden.

Obertshausen – Nur wenige Schläge und die rund zehn Zentimeter langen Zimmermannsnägel sind in dem Dachbalken verschwunden. Der steht allerdings auf zwei Böcken vor dem Rohbau an der Otto-Wels-Straße, auf dessen Dach der mit bunten Schleifen geschmückte Richtfest-Baum angebracht ist. Dort oben in luftiger Höhe wäre es jedoch auch etwas eng geworden für jene vier, die traditionsgemäß den „letzten“ Nagel beim aktuell größten Wohnbauprojekt in Obertshausen eingeschlagen haben. Aber Barrierefreiheit liegt bekanntlich im Trend und die symbolische Lösung bietet einen enormen Vorteil: Denn kaum sind Bürgermeister Roger Winter, sein Amtsvorgänger und Vorsitzender der „Dr. Carl und Ellen Klöss Stiftung“, Bernd Roth, Vorstandsmitglied Hubert Gerhards und Tobias Poisl, Gebietsleiter beim Projektentwickler und Bauträger Weisenburger, mit dem offiziellen Teil fertig, dürfen die Kinder der baldigen Hausbesitzer sich am Hammer beweisen.

Fast alle künftigen Bewohner der insgesamt 15 Reihenhäuser und Doppelhaushälften, die auf dem rund 3700 Quadratmeter großen Grundstück der Stiftung zwischen Otto-Wels- und Alexanderstraße entstehen (wir berichteten), sind zum Richtfest gekommen. Schließlich markiert dieses einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Eigenheim. Und eine Gelegenheit, gleich die künftigen Nachbarn kennenzulernen. „Tun Sie mir nur einen Gefallen, vertragen Sie sich“, mahnt Stiftungs-Vorsitzender Bernd Roth und schmunzelt.

Auch die zukünftigen Hausbesitzer dürfen am eigens aufgestellten Dachbalken den Zimmermannshammer schwingen.

„Acht Monate ist es her, seit wir an dieser Stelle den ersten Spatenstich getan haben“, erinnert er. Ein Tempo, dass nicht jede Baustelle im Ort vorlege, bemerkt der Altbürgermeister mit Augenzwinkern in Richtung der Baustelle an der Bahnhofstraße an. Schnell sei auch der Verkauf der meisten Häuser vonstattengegangen. Lediglich eines ist aktuell noch zu haben. „Ich begrüße vor allem euch liebe Kinder, die ihr dieses Areal bald mit Leben füllen werdet“, freut sich Roth. Das biete später mit seiner Gemeinschaftsfläche genug Platz zum Toben. Dafür hat Tobias Poisl allen Kindern Drachen mitgebracht.

Auch für die drei Kids von Bozica Bilobrk und ihrem Mann Domagoj. Im August, so hofft die Obertshausener Familie, können sie in ihre neue Doppelhaushälfte einziehen. „Ich habe am 1. September Geburtstag, den können wir dann vielleicht schon im Haus feiern“, freut sich die junge Mutter.

Zimmermann Thomas Baumstark beim Richtspruch auf dem Dach.

Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun, der Innenausbau steht nun an. Doch erst einmal wird an diesem Tag gefeiert. „Mit viel Eifer und viel Bedacht ist unser Werk hier nun vollbracht“, schallt es von Dach des Hauses zu den Gästen herunter. „Für den Schweiß, den wir hier ließen, möge es nachher kräftig fließen“, ruft Zimmermann Thomas Baumstark der Menge beim Richtspruch zu. Und damit die beim Frischgezapften nicht hungern muss, gibt es Spanferkel.

VON THOMAS HOLZAMER

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