Rückenwind für die Marke „Obertshausen“

Initiatoren präsentieren erste Ideen für künftigen Stadtmarketingverein Obertshausen

Rund 90 Besucher aus Gewerbe und Vereinswelt haben sich über die Idee des Stadtmarketingvereins informiert.
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Rund 90 Besucher aus Gewerbe und Vereinswelt haben sich über die Idee des Stadtmarketingvereins informiert.

Ein Bonussystem für die Kunden, die Lieferung zu den Kunden nach Hause und die Stärkung der Marke „Obertshausen“ – es sind schon viele Ideen, die das noch kleine Team des künftigen Stadtmarketingvereins Obertshausen gesammelt hat. Diese und viele weitere möchten Nina Scheurer, Anthony Giordano, Holger Bischoff, Steffen Bogdahn und Bürgermeister Manuel Friedrich nach dessen geplanter Gründung mit vielen Mitstreitern mit Leben füllen (wir berichteten).

Obertshausen – Ihre Idee haben die Fünf nun bei einem Infoabend im Bürgerhaus rund 90 interessierten Besuchern vorgestellt. Mitmachen können und sollen dabei sowohl Vertreter von Unternehmen und Vereinen aus Obertshausen, aber auch Privatleute, die sich ehrenamtlich für ihre Heimatstadt engagieren wollen.

„Bei vielen Gesprächen, die ich in den vergangenen Monaten mit ortsansässigen Gewerbetreibenden geführt habe, kam der Wunsch nach einem neuen Netzwerk auf“, berichtet Rathauschef Manuel Friedrich. Ein solches hätte sich auch Fitnesstrainerin Nina Scheurer gewünscht, als die zu Beginn des Lockdowns die Idee hatte, eine Liebeserklärung an ihre Heimatstadt auf T-Shirts zu drucken, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Obertshausener zu stärken und mit dem Verkauf einen guten Zweck zu unterstützen. „Da habe ich mich auf der Suche nach den richtigen Ansprechpartnern am Anfang auch alleine abgestrampelt, bis ich die Jungs von ,Rette deinen Ort‘ kennengelernt habe“, schildert sie ihre Erfahrung.

Das gleichnamige Portal, das die Gruppe um IT-Fachmann Anthony Giordano ebenfalls während des Lockdowns ins Leben gerufen hatte, um die Gewerbetreibenden der Stadt durch den Kauf von Einkaufsgutscheinen zu unterstützen. „Die Krisen-Plattform an der sich bereits 60 Geschäfte und Gastronomiebetriebe beteiligen, möchten wir in ein dauerhaftes für die Zeit danach umwandeln“, erläutert Giordano. Diese, so die Hoffnung der Initiatoren, könnte unter dem neuen Titel „Obertshausen – da kaufe ich ein“ zur digitalen Fußgängerzone für die Stadt werden und so der Konkurrenz aus dem Netz etwas entgegensetzen.

Gemeinsam könnten Geschäftswelt, Vereine und Bürger einiges erreichen, ist auch Steffen Bogdahn überzeugt – mit Vorteilen für alle. Ideen, wie etwa eine virtuelle Geschäftsstelle, die ein Verein alleine nur schwer finanzieren könnte, ließen sich gemeinsam mit anderen stemmen, hofft der TGS-Vorsitzende. Gleiches gelte für kleine Betriebe, denen es am nötigen Know-how für einen eigenen Webshop fehle. Auch ein gemeinsamer Lieferdienst könne eine Möglichkeit sein, den Einkauf im eigenen Ort attraktiver zu machen. „Die Kunden sind mittlerweile gewohnt, auch abends um 23 Uhr noch bequem von der Couch aus zu bestellen“, erläutert Giordano. Ein eigener Webshop in Verbindung mit der Lieferung nach Hause könne die Kunden an die Geschäfte in ihrer Heimatstadt binden, ist er überzeugt.

Im Fokus des Vereins solle auch das Thema Kommunikation stehen, betont Holger Bischoff, der auf seiner Facebook-Seite „63179.info“ seit zehn Jahren Informationen über seine Heimatstadt bietet. Denn die beste Idee bringe nichts, wenn niemand davon erfahre.

Dass die Initiatoren nicht nur im Rathaus und insbesondere bei der städtischen Wirtschaftsförderin Christina Schäfer auf offene Ohren und Unterstützung stoßen, zeigen die durchweg positiven Reaktionen aus den Publikum des Infoabends.

Die Gründungsversammlung ist nun für Donnerstag, 22. Oktober, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus geplant.

(Von Thomas Holzamer)

Infos im Internet: stadtmarketing-obertshausen.de

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