Rund 80 Ehrenamtler unterstützen die Sportler

Volks-Waldlauf: Ohne Helfer keine Sieger

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80 Helfer waren für die TGS im Einsatz.

Obertshausen - Mehr als 1 000 Sportler hatten sich zum 41. Hausener Volks-Waldlauf der Turngesellschaft (TGS) Hausen angemeldet. Sechs Starts – von der Halbmarathon-Strecke bis zur 200-Meter-Runde für die Jüngsten – standen gestern Vormittag an. Von Michael Prochnow 

Dabei hielten moderate Temperaturen und eine frische Brise die schwüle Witterung in Schach. Der Wind trug die Sieger bis in die Straßen auf der anderen Seite des Orts. Aber die Stimme, die ihre Namen ausrief, klang fremd: Stammläufer bemerkten gleich, dass da nicht der junge Vorsitzende der TGS den Volks-Waldlauf moderierte. Steffen Bogdahn weilt im Urlaub, Detlev Gumbmann kommentierte die Läufe auf dem Sportgelände an der Aachener Straße. Der Rodgauer hat schon viele Lauf-Veranstaltungen organisiert und begleitet, und ist in der Szene bekannt wie der berühmte bunte Hund.

Für die ganz kleinen Läufer gab’s beim Volkslauf die Strecke über 200 Meter, die der Nachwuchs unter großem Applaus der Eltern absolvierte.

Das gilt auch für Björn Simon. Der Obertshausener Kommunalpolitiker griff schon am frühen Morgen zur Pistole, um die Teilnehmer auf die großen Strecken zu schicken. Am beliebtesten ist die Zehn-Kilometer-Distanz, die 477 Frauen und Männer gewählt hatten. Den Halbmarathon über 21,1 Kilometer bewältigten 337 Starter. Die Route führte fast ausschließlich durch den schattigen Wald südlich und westlich von Mühlheim-Lämmerspiel.
Es ist auch der weiche Boden der Wege, der das Rennen für die Läufer angenehm macht, bestätigen Aktive immer wieder. Anstrengend dagegen war die hohe Luftfeuchtigkeit, die so manches Talent ausbremste. Auch die ehrenamtlichen Sanitäter vom DRK Hausen mussten ein paar Mal einschreiten, Schrammen nach Stürzen verarzten und auch einen Wespenstich behandeln, resümierte Nathalie Finger vom Jugendrotkreuz.

Mit insgesamt 80 Helfern waren die Veranstalter im Einsatz, zählte Gerhard „Conny“ Schaub zusammen. Er ist seit der ersten Ausgabe vor mehr als 40 Jahren dabei. Die TGSler brutzelten Würstchen, verkauften Kaffee und Kuchen im Biergarten, schnippelten Äpfel, schnitten Bananen und füllten Pappbecher mit Wasser. So versorgten sie die Aktiven auch entlang der Wege. Andere Mitglieder mimten den Lumpensammler, folgten auf Drahteseln den Nachzüglern, damit keiner verloren ging.

Kalli Flach gehört zu dieser Gruppe. Er ist nicht gerade der Schnellste – aber der Älteste. Mit seinen 79 Jahren bewältigte er erneut den Halbmarathon, lässt kaum einen Lauf im Rhein-Main-Gebiet aus, forderte Sprecher Gumbmann Beifall, der umgehend die Stadionrunde des Rekordläufers begleitete.

Bilder vom Volkslauf in Hausen

Klatschend feuerten auch die Eltern ihren Nachwuchs auf der 400- und der 200-Meter-Distanz an. Letztere schafften mit Philip Ludwig und Maria Christine Di Mad Knirpse, die kaum ihren ersten Geburtstag gefeiert haben. Die ältesten Sportler waren der 82-jährige Otto Schultes und Hermann Schnaus (81) aus Hausen sowie Sigrid Beck (78) und Hanna Schink aus Obertshausen. Kurios war der Lauf eines anderen Teilnehmers, er absolvierte den kompletten Halbmarathon im Rückwärtsgang.

Insgesamt gingen bei den Organisatoren 1 006 Anmeldungen ein. Dass im Ziel nur 886 Personen registriert wurden, liegt zum einen daran, dass bei den Bambini keine Platzierungen festgehalten wurden. Daneben seien zahlreiche Interessierte, die sich eingetragen hatten, nicht erschienen, hieß es von den Auswertern. Das sei aber üblich.

Die Ergebnisse des Volks-Waldlaufs sind im Internet unter volkslauf.de zu finden.

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