Ab Samstag

In der Wasserwelt des Monte Mare darf wieder geplanscht werden

+
Noch wirken die Becken in der Wasserwelt gespenstisch leer. Das dürfte sich zur Eröffnung am Samstag ändern. 

Obertshausen - Drei Monate war die Wasserwelt des Freizeitbads Monte Mare wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen. Rechtzeitig zum Ferienbeginn öffnet das Bad wieder. Von Thomas Holzamer

Tausende Fliesen, hunderte Meter Rohre und eine ganze Batterie von Duschen, Waschbecken und Toiletten – es ist schon eine ganze Menge Material, das da in den vergangenen Wochen im und um den Schwimmbereich des Monte Mare bewegt wurde. Drei Monate haben die umfangreichen Sanierungsarbeiten in der Wasserwelt des Freizeitbads gedauert. Ab Samstag darf nun wieder geplanscht werden. „Wir können wie geplant pünktlich wieder öffnen“, freut sich Betriebsleiter Carsten Kuczewski.

Vor allem die Sanitärbereiche des Bades wurden komplett erneuert. Dies war dringend notwendig, bestätigt Kuczewski. Denn wie bereits bei der Sanierung des Saunabereiches vor einiger Zeit, galt es auch diesmal, viele Mängel am Gebäude zu beheben, die noch aus der Bauzeit stammen. So sorgten seit Jahren undichte Stellen dafür, dass Wasser in und unter den Estrichboden gelangte.

Das Problem sei nun gelöst und die Sanitärbereiche erstrahlen in neuem Glanz. Auch eine Anregung von Gästen des Bades wurde dabei aufgriffen: Jeweils zwei der Duschen in den ansonsten schwimmbadtypischen offenen Sammelduschräumen werden bis zu Eröffnung noch mit Duschkabinen für mehr Privatsphäre versehen. Eine zweite Brause erleichtert zudem Eltern mit kleinen Kindern das Duschen.
Weniger offensichtlich sind dagegen die erneuerten Fliesen im Eingangsbereich der Wasserwelt, die in Farbe und Optik an die verbliebenen Bodenbeläge angepasst wurden. Viele der notwendigen Sanierungsarbeiten fanden zudem in Bereichen statt, die Besucher des Spaßbades nie zu Gesicht bekommen, erläutert der Betriebsleiter beim Gang durch das Allerheiligste des Freizeitbades. Jene Technikräume, in denen unterhalb der Becken die Wasseraufbereitungsanlagen brummend ihren Dienst verrichten und – überwacht von einem kleinen Rechenzentrum – Stunde um Stunde tausende Liter Wasser testen, reinigen und desinfizieren, bevor es von den Pumpen durch die kilometerlangen Rohrleitungen zurück in die Becken gepumpt wird. Gleich einem gigantischen Herz-Kreislauf-System, das niemals zu Ruhe kommt – außer natürlich, es wird wie an diesem Morgen gewartet. „Seit dieser Woche sind die Becken wieder gefüllt“, erläutert Kuczewski. Knapp eineinhalb Wochen hat das gedauert. Denn beim Befüllen und der Aufbereitung des Wassers, gelte es behutsam vorzugehen.

„Tag der offenen Tür" im Monte mare

Neben Altbekanntem gibt es für die Besucher am Samstag auch das eine oder andere Neue zu entdecken. Wie im Eltern-Kind-Bereich: Dort herrscht jetzt – genau 72 Stunden vor der geplanten Wiedereröffnung – noch geschäftige Betriebsamkeit. Denn noch ist an jener Wand, an der sich bisher ein aus alten Atlantis-Zeiten stammender Wasserfall den Weg über Felsen in die Überlaufrinne des Babybeckens suchte, nichts zu sehen. Lediglich das Ende eines etwa zehn Zentimeter breiten Rohres ist zu sehen. In eben jene „Röhre“, um die herum bis zur Eröffnung eine neue Kunststeinformation entstehen soll, schauen gerade einige Mitarbeiter. Sie soll den Zulauf für einige Wasserspeier bilden, deren Anschlüsse jedoch um einiges kleiner sind. „Das passt so aber nicht“, bringt es einer der Männer auf den Punkt. Doch auch dieses kleine Problem werden sie bis Samstag lösen, wie alle anderen, auf die sie bisher gestoßen sind.

Nur ein paar Meter entfernt werkelt derweil der Rodgauer Künstler Norman Helfrich. Schwitzend in der feuchtschwülen Luft der Schwimmhalle steht er auf der Leiter und verleiht mit Farbe und Pinsel den künstlichen Gesteinsformationen der benachbarten Grotte einen täuschend echten Look und den letzten Schliff. Die Anstriche müssen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden, erläutert Kuczewski. Und so sieht man den Rodgauer auch im laufenden Betrieb des Öfteren mit Pinsel und Farbeimer in der Hand.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare