Sanierung von Kanalnetz und Wasserleitungen

12,6 Millionen für neue Rohre

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Wegen des höheren als zunächst festgestellten Grundwasserspiegels verzögern sich die Kanalarbeiten in der Tempelhofer Straße, Tulpenstraße und Frankfurter Straße um sechs Wochen.

Obertshausen - Die Sanierung und Erweiterung des städtischen Kanalnetzes und die Erneuerung von Wasserleitungen bleibt für Stadt und Stadtwerke ein finanzieller Kraftakt. Von Karl-Heinz Otterbein

So lassen sich Stadt und Stadtwerke im laufenden und im kommenden Jahr diese Maßnahmen rund 4,1 Millionen Euro kosten. Weitere rund 8,5 Millionen Euro muss die Stadt in den nächsten zehn Jahren fü Sanierung und Erweiterung ihres Kanalnetzes aufbringen.

Die Zahlen nannten Erster Stadtrat Hubert Gerhards und Diplom-Ingenieur Roland Pfündl vom Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt und Vekehr, der auch technischer Betriebsleiter der Stadtwerke Obertshausen ist, in einem Gespräch mit unsere Zeitung.

„Die Maßnahmen erfolgen auf den Grundlagen des generellen Entwässerungsentwurfs, den wir schon vor einigen Jahren für beide Stadtteile erstellen ließen und Schritt für Schritt abarbeiten“, erläuterte Gerhards. „Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem größere Kanalrohre verlegt, die auch einen größeren Schutz gegen Überflutung bieten. So ist die Zahl voll gelaufener Keller in den vergangenen Jahren zurück gegangen.“

Wasserleitungen aus dem Jahr 1960

Einige Maßnahmen konnten Pfündl zufolge im ersten Halbjahr 2013 bereits abgeschlossen werden. So wurden in der Westendstraße auf einer Länge von 135 Metern neue, zwischen 30 und 40 Zentimeter Durchmesser umfassende Kanalrohre verlegt, die die 25 Durchmesser umfassenden alten Rohre ersetzen. Im Birkenweg wurden auf einer Länge von 90 Metern die alten Rohre durch neue, größer dimensionierte ersetzt. Zudem wurde in der Westendstraße die alte Wasserleitung aus dem Jahr 1960 auf einer Länge von 260 Metern komplett erneuert. Die gesamten Arbeiten schlagen mit 556.000 Euro zu Buche.

Ebenfalls abgeschlossen ist der Austausch der aus dem Jahr 1938 stammenden Wasserleitung in der Offenbacher Straße, für den die Stadtwerke rund 294.000 Euro zahlten. Noch nicht beendet ist die Erneuerung des Kanals in der Tempelhofer Straße, der Tulpenstraße und der Frankfurter Straße, wo auf einer Länge von 315 Meter bis zu 80 Zentimeter Durchmesser umfassende neue Rohre verlegt werden.

Aufwand bleibt enorm

Die Arbeiten verzögern sich Pfündl zufolge durch den höheren als zunächst festgestellten Grundwasserspiegel, wodurch eine Umplanung erfolgen musste und Mehrkosten von rund 89.000 Euro entstanden. Die Gesamtkosten werden nun mit 522.000 Euro beziffert. Bereits in Planung für das kommende Jahr sind Kanalarbeiten in der Theodor-Körner-Straße (rund 370.000 Euro), im Petersweg zwischen Bürgermeister-Kämmerer-Straße und Georg-Kerschensteiner-Straße (290.000 Euro) und in der Freiligrathstraße (140.000 Euro).

Ebenfalls in Planung sind die Erneuerung der Wasserleitungen im Petersweg (275.000 Euro), in der Freiligrathstraße (300.000 Euro), in der Georg-Kerschensteiner-Straße (400.000 Euro) und in der Kurt-Schumacher-Straße (220.000 Euro). Die Aufträge für die Arbeiten sollen im November und Dezember vergeben werden, Baubeginn ist für das kommende Frühjahr vorgesehen. „Der Aufwand für die Sanierung und Erweiterung unseres Kanalnetzes bleibt enorm“, bilanzierte der Erste Stadtrat. „Zusätzlich zu den schon genannten Kosten von 4,1 Millionen Euro müssen wir innerhalb der nächsten zehn Jahre dafür rund 8,5 Millionen Euro aufbringen“.

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