Stadtrallye durch die Ortsteile

Schnitzeljagd mit Lerneffekt

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Michael Jentzsch, Kai Hennig und Oliver Spahn (von links) zeigen wie anhand der „Actionbound“-App die Stadtrallye durch Hausen gestartet wird.

Obertshausen - Um jeweils eine Attraktion reicher sind jetzt die Stadtteile Hausen und Obertshausen. Dort gibt es die Möglichkeit, an einer interaktiven Stadtrallye teilzunehmen. Von Patrick Eickhoff 

„Noch pünktlich vor den Osterferien sind wir fertig geworden“, sagt Kai Hennig, Fachdienstleiter der Kinder- und Jugendförderung Obertshausen. Gemeinsam mit Michael Jentzsch, Fachbereichsleiter Soziales, und Oliver Spahn von der Kinder- und Jugendförderung, brachte er die beiden Startpunkte für die moderne Schnitzeljagd in beiden Stadtteilen an. „Jetzt heißt es einfach den QR-Code scannen und los geht’s.“

Dass es wirklich so einfach ist, wie es klingt, demonstriert Hennig gleich danach. Ist der Code einmal gescannt, öffnet sich am Smartphone oder Tablet die App „Actionbound“. „Man muss diese nur vorher kostenlos im App-Store oder bei Google-Play herunterladen“, erläutert Hennig. „Die Idee kam uns vor zwei Jahren und jetzt konnten wir die Rallye dank der App und vor allem dank der großen Hilfe vom Heimat- und Geschichtsverein endlich umsetzen.“

Rund 40 Minuten dauert die interaktive Schnitzeljagd durch einen Stadtteil. Start in Hausen ist an der Postfiliale an der Mühlstraße. Und bereits dort gibt es einiges zu entdecken. „Es ist vielmehr ein historischer Stadtrundgang mit vielen verschiedenen Aufgaben als ein reiner Spaziergang“, sagt Hennig. Die App habe er vorher bereits gekannt und gewusst, dass sich damit die Ideen gut umsetzen lassen.

An mehreren Stationen fragt die App nach historischen Ereignissen. So geht es um alte Restaurants, Straßenverläufe oder Berufe. Vieles davon ereignete sich um die Jahrtausendwende. Deshalb steht die Rallye auch unter dem Titel „Gestern und Heute in Obertshausen-Hausen“. „Wir wollten das Ganze so interaktiv wie möglich und interessant für Groß und Klein machen“, betont Spahn.

Bei der Schnitzeljagd handelt es sich um eine Gruppenaufgabe. Die Teilnehmer geben zu Beginn ihre Namen ein und pro richtiger Antwort gibt es 100 Punkte. Bei falscher Auswahl besteht die Möglichkeit, sein Glück erneut zu probieren. „Dann gibt es allerdings nur 90 beziehungsweise 80 oder 70 Punkte“, so Hennig. Doch es bleibt nicht nur bei Fragen. Sei es an der Sachsenhäuser Straße oder der Kapellenstraße spielen immer wieder Fotos eine entscheidende Rolle. Auch ein Gedicht kommt vor. „Die Aufgaben sind vielfältig und vor allem jederzeit änderbar, wenn Ideen an uns herangetragen werden.“

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Getestet wurde der Rundgang mehrfach mit Kindergruppen – nicht nur, aber auch deswegen kommen kleinere Spiele vor. „Wir wollen das Ganze ja zu einem Erlebnis machen und nicht einfach Bilder von früher zeigen“, betont Spahn. „Hier hat sich echt am meisten verändert“, stellt Michael Jentzsch fest als er mit Smartphone in der Mühlstraße am Ymos-Gelände steht. „Ich kenne das alles noch, wie es früher aussah – und zwar genau wie auf dem Bild.“

Das ist ein Punkt, den die virtuellen Schnitzeljagden verdeutlichen. Sie lassen sowohl für die älteren Generationen einen Teil ihrer Kindheit wieder aufleben, bringen aber auch den Kindern und Jugendlichen die Geschichte beider Stadtteile näher. Sind die Gruppen fertig, besteht die Möglichkeit das Ergebnis samt Bilder, Gedichten und Punktzahl hochzuladen und mit anderen Teilnehmern zu teilen. „Es ist ja ein Wettbewerb“, erklärt Hennig.

Für die Zukunft ist eine Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei angedacht, in der sich Gruppen Tablets ausleihen könnten. „Das wäre eine schöne Möglichkeit, noch etwas mehr Werbung zu machen“, sagt Hennig. Im Stadtteil Obertshausen startet die Schnitzeljagd an der Bushaltestelle „Leipziger Straße“.

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