Kommt Pit-Pat-Billard? 

Schlechter Zustand: Wie geht es mit der Minigolfanlage in Obertshausen weiter? 

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CDU vor Ort: Bei ihrem Besuch haben sich die Lokalpolitiker zuvor ein Bild vom Zustand der Minigolfanlage gemacht. 

Obertshausen – Unebene Wege, mangelhafte Beleuchtung in den Abendstunden und Bahnen, auf denen kaum ein Ball mehr geradeaus läuft – die stadteigene Minigolfanlage am Bürgerhaus hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen.

Obertshausen - So wurden in längst vergangenen Jahren gar überregionale Meisterschaften darauf gespielt. Das ist lange vorbei (wir berichteten). Doch trotz des alles andere als optimalen Zustands erfreut sie sich auch mehr als 50 Jahre nach ihrer Eröffnung im Jahr 1965 gerade bei Familien noch großer Beliebtheit, ist Treffpunkt für die Jugend und Schauplatz vieler Kindergeburtstage, erläutert CDU-Fraktionsmitglied Sascha Roth. 

Obertshausen: Minigolfanlage in keinem guten Zustand

 Aus diesem Grund würden die Christdemokraten gemeinsam mit dem Koalitionspartner SPD der Anlage gerne ein Facelift spendieren – vorausgesetzt, die Stadt kann es sich angesichts der aktuellen Finanzsituation leisten. Das soll nach dem Willen der Koalition nun eine Prüfung durch den Magistrat klären. Der soll, so der Auftrag, die Kosten für eine Erneuerung der Bahnen, Gehwege und des Lichts ermitteln. 

 Auch die Ergänzung der Anlage etwa durch Pit-Pat-Billard – eine Mischung aus Minigolf und Billard – wäre für die GroKo denkbar, um die Attraktivität der Freizeiteinrichtung weiter zu steigern. „Eine vernünftige Investition in den Erhalt könnte die Attraktivität noch erhöhen“, begründet CDU-Vorsitzender Björn Simon.

Dem Vorhaben gegenüber offen zeigen sich auch die Grünen. Ihre Fraktion unterstütze den Antrag avisiert deren Mitglied Katy Walther. Denn auch angesichts der angespannten Finanzlage dürfe man die Bedeutung für die Lebensqualität für die Bürger nicht beiseiteschieben. 

Große Koalition prüft Erweiterung um Pit-Pat

„Wir dürfen nicht das eine gegen das andere ausspielen“, betont sie in Richtung der FDP. Deren Fraktionsmitglied Axel Kuhn hatte zuvor nachdrücklich auf die angespannte Finanzsituation der Stadt verwiesen. „Wir müssen uns doch in Anbetracht des brutalen Investitionsstaus, den wir nicht nur im Kita-Bereich haben, überlegen, wo wir Prioritäten setzen“, mahnt er. 

Schließlich blieben der Stadt nur die Grund- und Gewerbesteuern als Einnahmen. Und deren Erhöhung sei ebenso nicht wünschenswert. „Und dann muss man auch einfach mal sparen.“

„Wir müssen aber auch soziale Belange berücksichtigen“, hält Roth dagegen. Man könne den Bürgern nicht alles wegnehmen. Man sei der Meinung, „dass eine solch beliebte Sporteinrichtung auch in Zukunft den Einwohnern erhalten werden muss“, schreiben die Christdemokraten dazu in einer Pressemitteilung. Und bringen zudem alternative Finanzierungsmöglichkeiten ins Gespräch. 

Zuversicht bei Erneuerung 

„Auch die Möglichkeit für örtliche Firmen oder Personen, eine Bahn zu sponsern, sollte man nicht außer Acht lassen, um eine solche Institution zu erhalten, muss man alle Möglichkeiten prüfen“, sagt Roth. Man sei jedoch zuversichtlich, dass nach der Ermittlung der Kosten auch Geld für eine Erneuerung in den Haushalt eingestellt werden könne. Von Thomas Holzamer

Von einem Geheimtipp kann man bei der Anlage in der grünen Lunge der liebenswerten Kleinstadt Obertshausen längst nicht mehr reden. Sie wurde 1965 eröffnet und erlangte rasch bundesweite Bedeutung.

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