Kleines Sommerfest

Heusenstamm: Singen und Tanzen zu Schlagermusik

Den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums steht beim Hoffest die Freude ins Gesicht geschrieben. 
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Den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums steht beim Hoffest die Freude ins Gesicht geschrieben. 

Im Hof des Horst-Schmidt-Hauses strahlen während des Ersatz-Sommerfestes die Bewohner anstelle der Sonne. Mit Livemusik, rotem Punsch und bunten Luftballons feiern die Senioren gemeinsam mit den Betreuern und einigen Gästen am Zaum.

Heusenstamm - Regulär stünde das große Sommerfest des Seniorenzentrums auf dem Plan, dieses mussten Betriebsleiter Marcus Hundsdörfer und sein Team aufgrund der zurzeit geltenden Verordnungen aber umplanen. Stattdessen gibt es eben ein kleines Hof- und Balkonfest.

Mit dabei sind auch einige Angehörige, die ihre Verwandten nur mit Abstand besuchen dürfen. Getrennt durch Zaun, Blumen und Hecken unterhalten sie sich. „Wir haben Verständnis für die Regelungen“, sagt eine Frau. Ihre Mutter ist erst seit einigen Wochen im Horst-Schmidt-Haus. Ihnen beiden fehle die Nähe, weswegen die Abstands- und Besuchsregeln emotional belasten. „Nicht einmal die Hand halten“, sagt sie und schaut zu ihrer Mutter. Lobende Worte hat sie dennoch für die Betreuer: „Ich finde es gut, wie das alles gehandhabt wird.“

Während sich die beiden Frauen unterhalten, wird hinter ihnen zum Takt von altbekannten Schlagern geklatscht, geschunkelt und getanzt. Sogar auf den Balkonen stehen Betreuer und tanzen mit ihren Schützlingen.

Auch Bürgermeister Halil Öztas schaut kurz im Hof vorbei und richtet ein paar aufmunternde und auch lobende Worte an die Anwesenden. So, sagt der Rathauschef, scheinen die Bewohner trotz strenger Besuchsregeln dank der Betreuer nicht alleine zu sein, und er weist auf die kommenden Lockerungen hin.

Diese stellten für die Einrichtung kleine Veränderung dar, aber bedeuteten einen großen Schritt für die Angehörigen und Bewohner, sagt Marcus Hundsdörfer. Das Haus versuche, den Verwandten möglichst viele Optionen zum Kontakt anzubieten. Videotelefonie und Gespräche mit Scheibe dazwischen trösten zumindest etwas. „Es ist ein Spagat zwischen den Wünschen der Angehörigen und den Schutzmaßnahmen“, resümiert der Leiter.

Nun können die Besucher ihre Verwandten drei Mal pro Woche besuchen. Auch mehr Platz stehe zur Verfügung. „Das ist gut für Bewohner und Angehörige“, sagt Hundsdörfers Stellvertreterin, Gjorgieva Djajkov. Denn der Andrang sei groß.

Von Yvonne Fitzenberger

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