Mehr Beteiligung für Kinder und Jugendliche

SPD Obertshausen stellt Programm für die Kommunalwahl am 14. März vor

Nach Ansicht der SPD soll der Birkengrund auch künftig ein Naherholungsgebiet bleiben.
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Nach Ansicht der SPD soll der Birkengrund auch künftig ein Naherholungsgebiet bleiben.

Pünktlich kurz vor dem Start der Briefwahl legen Obertshausens Parteien ihre Wahlprogramme vor. Diese wollen wir unseren Lesern in loser Reihenfolge vorstellen. Den Anfang macht das Programm der SPD, die zur Kommunalwahl am Sonntag, 14. Februar, mit 23 Kandidaten ins Rennen geht.

Obertshausen - Unter dem Titel „Gemeinsam den Wandel in Obertshausen sozial fortführen“ wollen die Sozialdemokraten die Stadt zu „einer sozial gerechteren Heimat“, machen. Als Stadt mit optimaler Verkehrsanbindung erlebe Obertshausen in den letzten Jahren einen großen Zuzug von Neubürgern.

„In einem Obertshausen, wie wir es uns wünschen, finden Kinder einen Betreuungs- oder Kindergartenplatz, finden Senioren Orte des Austauschs und der Begegnung“, heißt es darin. Ziele der SPD seien daher Bürgerbeteiligung, Dialog und Transparenz. Damit wolle die Partei das unterstützen, wofür Bürgermeister Manuel Friedrich, der als unabhängiger Kandidat angetreten war, von den Bürgern gewählt worden sei, schreiben die Genossen.

So greift das Programm vor allem die Probleme bei der Kinderbetreuung auf. Die Stadt habe in den vergangenen Jahren „den dringend erforderlichen Ausbau der Kindertagesstätten verschlafen“ und es schmerze, dass die Stadt den gesetzlichen Vorgaben zur Betreuung von Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren nicht gerecht werde und „hunderte Kinder wegen Platzmangel nicht betreut werden können.“ Mittelfristig werde der Ausbau genügend Plätze bringen.

Daher will sich die SPD für die Zukunft auch für mehr Flexibilität in den Kitas, insbesondere bei den Betreuungszeiten, der Eltern- und Familienarbeit sowie für eine Steigerung der Qualität einsetzen. Zudem soll ein modernes Personalmanagement dafür sorgen, das neues Fachpersonal gewonnen und bestehendes gehalten werden kann.

Mehr Beteiligung fordern die Sozialdemokraten sowohl für die Jugend als auch für die Senioren. In Bezug auf Letztere wollen sie sich für die Gründung eines Seniorenbeirates einsetzen, wie ihn ein Teil der Kommunen im Kreis bereits hat. Diesem soll ein Antrags- und Fragerecht in der Stadtverordnetenversammlung eingeräumt werden. Wichtig sei auch die Planung von barrierefreien Quartieren mit bezahlbarem Wohnraum, guter Infrastruktur und kurzen Wegen. „Ziel ist es, allen Menschen in unserer Stadt die gleichen Möglichkeiten zu bieten und den Dialog zwischen Jung und Alt zu fördern“, heißt es.

Bei den Jugendlichen und deren Freizeitgestaltung, der Entwicklung und der Integration misst die SPD vor allem Vereinen eine besondere Bedeutung zu. Daher sei die Jugendarbeit eines Vereins bei der städtischen Förderung besonders zu berücksichtigen.“ Zugleich wollen die Genossen sich für eine Verbesserung der personellen Situation der Kinder- und Jugendförderung, mehr Beteiligungsmöglichkeiten via Social Media und mittelfristig den Bau eines neuen Jugendzentrums einsetzen. Zudem soll mit Beteiligung der Jugendlichen ein Sponsorenkonzept für den Bau eines Skateparks erarbeitet werden.

Ein zentrale Ziel sei zudem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. So habe sich die Lage auch in Obertshausen in den vergangenen Jahren „dramatisch verschärft und ist für die SPD inzwischen zur zentralen sozialen Frage unserer Zeit geworden“. Ziel der SPD sei daher die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft, um schneller und zielgerichtete Hilfen im Wohnungssektor anbieten zu können. Gleichzeitig, so die Genossen, sei auch der Landesgesetzgeber gefordert, wenn Wohnraum dem Vermietungsmarkt entzogen, indem er absichtlich leer stehen gelassen werde.

„Leer“ bleiben, zumindest in Bezug auf Gewerbeflächen, soll nach dem Willen der Sozialdemokraten derweil das Areal des geplanten Gewerbegebiets „Birkengrund“ südlich der A 3. Neben dem von der SPD befürchteten „Verkehrsinfarkt“ an dieser Stelle komme diesem eine wichtige Rolle als dem Naherholungsgebiet, Puffer und Kaltluftentstehungsfläche zu, die es zu erhalten gilt. (Von Thomas Holzamer)

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