SPD-Fraktion möchte Einrichtung prüfen

Neustart für Jugendparlament?

Obertshausen - Wenn es um Themen wie die Neuausrichtung des städtischen Jugendzentrums oder um Plätze im Stadtgebiet geht, auf denen sich Jugendliche treffen können, sollten die Betroffenen gehört werden und ein Mitspracherecht haben. Von Karl-Heinz Otterbein

Das jedenfalls möchte die SPD-Fraktion im Obertshausener Stadtparlament, die noch einen Schritt weiter geht. Sie möchte das Kinder- und Jugendparlament wiederbeleben, das es auch in Obertshausen bis vor einigen Jahren gab, dann aber mangels Interesse der Jugendlichen aufgelöst wurde. „Zwischenzeitlich sind neue Jahrgänge von Jugendlichen herangewachsen, die möglicherweise ein Kinder- und Jugendparlament aktiv beleben wollen“, erläutert Manuel Friedrich, einer der beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, „Wir möchten von der Stadtverwaltung geprüft wissen, ob es Bedarf für eine solche Einrichtung gibt.“

Einen entsprechenden Antrag werde die SPD-fraktion zur ersten Sitzung des Stadtparlaments nach der Sommerpause am 5. September stellen. Beraten werden soll der Antrag in den Sitzungen des Sport-, Jugend- und Kulturausschusses und des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses Ende August werden. „Unsere Vorstellung ist, dass mit den verschiedenen Gruppierungen der Obertshausener Jugend Kontakt aufgenommen wird, um die Jugendlichen zur neuerlichen Gründung eines Jugendparlamentes zu motivieren“, sagte Friedrich in einem gespräch mit unserer Zeitung. „Ob ein Jugendparlament wieder zustande kommt, sollen die Ergebnisse dieser Prüfung zeigen“.

Demokratieverständnis von Kindern soll gestärkt werden

Durch die Einrichtung eines Jugendparlaments solle die Demokratiebeteiligung und das Demokratieverständnis von Kindern und Jugendlichen gestärkt und geweckt werden, so der stellvertretende Fraktionschef. Das Beispiel Skatepark habe gezeigt, dass diese Art von Partizipation auch in Obertshausen möglich sei. „Leider endete diese Partizipation mit einem bisher unbefriedigenden Ergebnis“, so Friedrich. „Deshalb sehen wir die Prüfung einer solchen Einrichtung als sinnvoll an“. Die SPD-Fraktion hoffe, im Stadtparlament eine Mehrheit für ihren Antrag zu finden. Sie habe daher zunächst einen Prüfungsantrag gestellt. Vor einer Entscheidung sollte mit der Jugendförderung ebenso gesprochen werden wie mit den Jugendorganisationen der Parteien und den Jugendabteilungen der Vereine. In der Hessischen Gemeindeordnung sei eine stärkere Beteiligungsmöglichkeit von Kindern und Jugendlichen verankert. Hierdurch seien die Kommunen gefordert, bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berührten, diese in angemessener Weise zu beteiligen.

Jugend-Contest im Skaterpark

Contest im Skaterpark

Rubriklistenbild: © dpa

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