Auferstanden in Ruinen...

Endlich Sonne für Outdoor-Tag an der Burg im Hain

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Das ist der Vorteil am Gelände eine Ruine: Es herrscht viel Platz für alles, was Sechs- bis Zwölfjährigen Spaß macht.

Obertshausen - Wer damals der Herr über die Burg im Hain war, ist nicht geklärt. Im Heute aber steht zweifelsfrei fest: Es sind die Kinder, die das alte Gemäuer für zwei Spielenachmittage belagern. Von Lisa Schmedemann 

Die Kinder- und Jugendförderung Obertshausen (KiJu) hat bei bestem Wetter zu ihrem ersten Outdoor-Spieletag eingeladen. „Letztes Jahr mussten die Spieletage ausfallen, weil es genau an diesen Freitagen nur geregnet hatte“, berichtet Fachdienstleiter Kai Hennig. Umso mehr freue es ihn, dass den Spielenachmittagen unter freiem Himmel jetzt nichts mehr im Wege steht. Das Angebot ist breit gefächert: Während sich jeweils fünf Kinder auf der Hüpfburg tummeln und nach einigen Minuten die nächste Gruppe an der Reihe ist, versuchen sich kleine Akrobaten an der Slackline. Hierbei wird eine Art Gurt zwischen zwei Bäumen gespannt, wobei dieser nicht straff hängt. Die Herausforderung ist, das Wackeln und Durchhängen der Slackline (Deutsch etwa: Schlaffseil) mit dem eigenen Gleichgewicht auszugleichen – sonst geht’s abwärts. Ein junger Artist setzt vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Er strauchelt, erreicht aber mit der Hilfe einer Betreuerin das andere Ende des Seiles. Er sieht angestrengt, aber zufrieden aus.

Eine Station weiter können die Kinder sich im Wikingerschach, auch unter dem Namen Kubb bekannt, versuchen. Die Holzfiguren symbolisieren zwei Heere, die für ihren König kämpfen. Die Königsfigur steht in der Mitte und muss durch geschickte Würfe mit Holzstäben „gefällt“ werden, nachdem das gegnerische Team in die Knie gezwungen wurde. Entlang der Außenmauer der Burgruine im Hain sind weitere Wurfspiele aufgebaut.

Das Scheppern vom Dosenwerfen bringt noch einmal ordentlich Krach in die alten Mauern, die gleichzeitig als Auffangstation für daneben gegangene Wurfsäckchen dienen. Ein paar Schritte weiter ist ein großes Badmintonnetz aufgestellt. Die Schläger und der Federball sind ebenfalls von größerer Dimension. Die Mädchen versuchen sich eher an Geschicklichkeitsspielen und die Jungs toben sich beim Hockey aus. Das Bogenschießen ist bei allen Kindern beliebt.

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Manche Besucher tollen durch die angrenzenden Sträucher und Büsche oder legen auf dem Mauerwerk eine Pause ein. „Insgesamt sind es etwa zehn Stationen“, sagt Hennig. Sie richten sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Das Angebot ist offen und wird außerdem gerne von nahegelegenen Schulbetreuungen genutzt. Die Eltern können ihre Kinder dann direkt in der Burgstraße abholen. Hennig schätzt die Lokalität sehr: „Wir haben viele Möglichkeiten und es kostet nichts.“

Das Spielen im Freien ist das Pendant zum Indoor-Spieltetag im Rathaus, der vier- bis fünfmal im Jahr stattfindet. Hier liegt der Fokus auf Brett- und Gesellschaftsspielen. Der nächste Outdoorspieletag in der Burg findet am 25. Mai zwischen 14.30 und 17 Uhr statt. Wer nicht so lange warten und ein noch größeres Angebot wahrnehmen will, besucht das Team der Kinder- und Jugendförderung auf dem Europafest am Bürgerhaus am 13. Mai.

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