Sporthalle bleibt Großbaustelle

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Mit Baggern wird derzeit der Boden der Sporthalle an der Badstraße bis zu einer Tiefe von 60 Zentimetern ausgehoben.

Obertshausen ‐ Bis Tischtennisspieler, Handballer aber auch Schülerinnen und Schüler in der städtischen Sporthalle an der Badstraße wieder Schweiß im Trainingsbetrieb, bei Punktspielen oder im Sportunterricht vergießen können, werden noch einige Monate ins Land gehen. Von Karl-Heinz Otterbein

Die im November begonnenen Sanierungsarbeiten dauern nach Angaben des Ersten Stadtrats Hubert Gerhards voraussichtlich bis zum August, nach den Sommerferien solle die Halle dann wieder für den Vereins- und Schulsport zur Verfügung stehen - und buchstäblich in neuem Glanz erstrahlen. Bis dahin bleibe das Gelände an der Badstraße die derzeit größte und mit Kosten von etwa vier Millionen Euro auch die teuerste Baustelle der Stadt.

Von den etwa vier Millionen Euro stammen gut 1,7 Millionen aus dem Konjunkturprogramm des Landes, der Rest aus dem städtischen Haushalt“, erläuterte Gerhards gestern bei einem Ortstermin. „Ohne das Landesgeld hätten wir die Baumaßnahme zum jetzigen Termin sicher nicht begonnen, obwohl die Sanierung der Halle dringend erforderlich war. Der feuchte Untergrund und die dadurch entstandenen Schäden hat beispielsweise die Komplett-Sanierung des Hallenbodens bedingt. Die Stadt hätte mittelfristig etwas tun müssen, wir haben uns dann für eine kurzfristige - und große - Lösung entschieden.“

100.000 Euro an Mehrkosten

Bei einem Ortstermin informierten sich gestern Bürgermeister Bernd Roth (Mitte), Erster Stadtrat Hubert Gerhards (rechts) sowie weitere städtische Mitarbeiter über den Stand der Sanierungsarbeiten.

So seien nach Gesprächen mit den betroffenen Vereinen und dem Projektplaner die anstehenden Baumaßnahmen erweitert worden. So werde der geplante Lagerraum vergrößert, die dem FC Kickers Obertshausen zur Verfügung stehende Fläche werde räumlich so vom Rest der Halle getrennt, dass die Ver- und Entsorgung mit Wasser, Strom und Heizung separat erfolgen könne. Diese Erweiterungen schlagen Gerhards zufolge mit rund 100.000 Euro an Mehrkosten zu Buche, das Geld sei im Haushaltsplan für 2010 eingestellt. Durch die Erweiterung entstehe auch ein Raum, der von Vereinen und dem Volksbildungswerk etwa für Gymnastikangebote genutzt werden könne.

In den Vormittagsstunden wird die Sporthalle komplett für den Schulunterricht genutzt“, erläuterte Bürgermeister Bernd Roth. „Daher erschien es uns wichtig, einen zusätzlichen Raum zu schaffen.“

Arbeitsaufträge erteilt oder kurz vor Vergabe

Laut Wolfgang Plitzner vom Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr sind die Entkernungsarbeiten in dem Gebäude fast abgeschlossen, etwa 60 Zentimeter Boden wurden inzwischen ausgehoben. Bereits vergeben wurden Plitzner zufolge die Rohbau- und Elektroarbeiten sowie die Arbeiten für die Haustechnik. Die Vergabe für die Montage der Fenster und der Innentüren sowie der Metallbauarbeiten stehe unmittelbar bevor, für den Einbau des Sportboden liefen derzeit die Ausschreibungen. „Wir sind mit den Arbeiten im Zeitplan“, so Plitzner. „Und wir sind optimistisch, dass das so bleibt.“

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