Fit für das Smartphone

Obertshausen hat einen neuen Internetauftritt

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Das Stichwort lautet „Responsive Webdesign“: Die neue Internetseite der Stadt soll auch auf Smartphones mit allen Funktionen dargestellt werden können.

Obertshausen - Seit Jahresbeginn ist die neue Internetseite der Stadt online und löst die alte Seite aus dem Jahr 2007 ab. Der Online-Auftritt setzt verstärkt auf Smartphonenutzer und Aktualität. Außerdem soll er den Bürgern Amtsgänge ersparen. Von Christian Wachter 

Rückmeldungen auf den neuen Internetauftritt der Stadt ließen nicht lange auf sich warten: „Die ersten Reaktionen auf die Seite sind gut“, freut sich Bürgermeister Roger Winter. Er weiß, dass sich die Nutzer erst einmal an das neue Angebot gewöhnen müssen. Helfen soll dabei, dass der Inhalt erst einmal deutlich reduziert und neu geordnet wurde. Einen Radweg-Plan beispielsweise, auf dem der Obertshausener Bürgermeister noch Josef Seib heißt, wird es künftig auf dem digitalen Aushängeschild der Stadt nicht mehr geben. Vorgabe für die Verwaltung war es, die wichtigsten Angebote und Informationen in nur vier Kategorien unterzubringen.

Den Startschuss für das Projekt gab Winter bereits kurz nach seiner Wahl im Jahr 2014. „Die alte Internetseite war nicht schlecht, aber eben vom Erscheinungsbild in die Jahre gekommen“, erinnert er sich. Es folgte jede Menge Arbeit für den IT-Service der Stadt, um eine öffentliche Ausschreibung vorzubereiten. Sieben Unternehmen bewarben sich, bedauerlicherweise keines aus Obertshausen, wie der zuständige Fachbereichsleiter Sebastian Zimmer mitteilt. Drei Anbieter kamen in die engere Auswahl, den Zuschlag erhielt schließlich die Firma „cm city media“ aus Bühlerzell. Doch damit begann erst die eigentliche Mammutaufgabe. „Wir haben von April 2016 bis zum Jahresende eine neue Seitenstruktur erarbeitet und die Übernahme der bisherigen Inhalte besorgt“, berichtet Zimmer. Mit einem Budget von 15.000 Euro sollte die Aufgabe gemeistert werden. Allein verwaltungsintern bedeutete das einen Aufwand von 500 Arbeitsstunden.

Eine Neuerung dürfte insbesondere den Nutzern von Smartphones und Tablets auffallen. Während die alte Seite nur auf PC-Bildschirmen umfassend angezeigt werden konnte, passt sich die neue an das Endgerät an. „Responsive Webdesign“ nennt sich das Ganze. „Inzwischen rufen immer mehr Bürger die Internetseite unterwegs mit dem Smartphone auf, darauf mussten wir reagieren“, meint Winter. Die Seite bringt weitere Neuerungen. Die Inhalte sollen besser dargestellt werden und Dokumente zum Herunterladen werden in Kästen hervorgehoben. Auch die Suchfunktion wurde überarbeitet. Dem Neustart folgt nun eine Überarbeitung der Inhalte. „Schritt für Schritt soll es nun bessere Online-Angebote geben, damit die Bürger Verwaltungsangebote online nutzen können – mehr E-Government ist das Ziel“, gibt Winter vor. So soll die Zahl der Online-Formulare erhöht werden. Damit, erläutert Zimmer, könnten Bürger sich bei kleineren Verwaltungsdienstleistungen wie Kfz-Abmeldungen den Gang zum Amt ersparen.

Helfen soll bei der Verbesserung auch die neue Internetseite selbst. So kann unter Beachtung des Datenschutzes das Nutzerverhalten analysiert werden. Häufig Nachgefragtes soll dann in den Vordergrund rücken. Aktuell sind noch nicht alle gewohnten Inhalte vorzufinden. Die Unternehmensseiten beispielsweise werden noch nachgereicht. Bei der Umstellung der Seite habe sich gezeigt, dass viele Punkte auch inhaltlich überprüft werden müssen, so Zimmer. So seien etwa noch einige Unternehmen präsent gewesen, die es gar nicht mehr gibt.

Das Handy als Wegweiser: nützliche Apps für Autofahrer

Zimmer beruhigt aber. „Wir haben in den vergangenen Wochen die ersten Mitarbeiter geschult, damit möglichst schnell Kalender und Mitteilungen aktuell sind.“ Um die Seite verständlicher zu machen, werde man auch weitere Erklärungstexte in möglichst einfacher Sprache einfügen. So soll auf obertshausen.de zum Beispiel – mit so wenig Amtsdeutsch wie möglich – erläutert werden, was denn eigentlich der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung so machen.

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