Kommende Woche eröffnet Stefanie Schneider das „Café Pur“

Jahrelanger Leerstand im alten Bahnhofsgebäude hat ein Ende

Früher Stellwerk, heute Stehtisch: Die Einrichtung von Stefanie Schneiders Café verbindet geschickt den Charme des Vergangenen mit aktuellem Design.(c)Foto: Holzamer
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Früher Stellwerk, heute Stehtisch: Die Einrichtung von Stefanie Schneiders Café verbindet geschickt den Charme des Vergangenen mit aktuellem Design.

Obertshausen - Mobiliar, Küche und das Wichtigste: die Kaffeemaschine – die Einrichtung ist drin, und fast meint man beim Blick durchs Fenster in die ehemalige Schalterhalle des alten Obertshausener Bahnhofs, Stefanie Schneider müsste nur noch die Tür öffnen, und der Betrieb könne sofort losgehen. Von Thomas Holzamer

Langweilig dürfte es der künftigen Café-Chefin in diesen letzten Tagen vor der Eröffnung ihres „Café Pur“ mit Sicherheit nicht werden. So wird dieser Tage noch fleißig an den letzten Details gefeilt, bevor es am Dienstag, 8. August, pünktlich um 7 Uhr in der Früh den ersten Kaffee zum Mitnehmen für eilige Pendler oder das gemütliche Frühstück mit allem Drum und Dran für all jene gibt, die etwas mehr Zeit mitbringen.

Auch eine Handvoll herzhafter Gerichte soll es dann geben, der Fokus liegt aber auf Kaffee und hausgemachten Törtchen und Kuchen. Für ihr wechselndes Sortiment aus rund 30 verschiedenen Kuchensorten hat die 25-Jährige gemeinsam mit ihrer Schwester in den vergangenen Wochen fleißig testgebacken. So ausgiebig, dass Familie, Freunde und sie selbst aus dem Kuchenessen kaum noch heraus kamen, erzählt sie und lacht.

Mit der Eröffnung des neuen Cafés geht auch der jahrelange Leerstand des rund 120 Jahre alten und denkmalgeschützten Bahnhofsgemäuers zu Ende. Elf Jahre sind inzwischen vergangen, seit die Stadt das Gebäude für rund 60.000 von der Deutschen Bahn erwarb. Nach langem Hin und Her über die künftige Verwendung der Immobilie erhielt schließlich 2013 die WIBU GmbH den Zuschlag, bis zur Vertragsunterzeichnung im Dezember 2015 kam es dann ein weiteres Mal zu Verzögerungen und noch mal, bis sich schließlich Stefanie Schneider als Mieterin für das Gebäude bewarb und prompt den Zuschlag bekam. Seit Jahresbeginn wurde nun kräftig saniert und umgebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Das Geheimnis guten Kaffees: Röstung und Zubereitung

Die Coffeologin und Barista Katja Straube von der Kaffee-Rösterei Bad Saarow öffnet eine Klappe an einer Röst-Maschine. Foto: Patrick Pleul
Katja Straube hat 25 erlesene Kaffeesorten als Direktimporte im Angebot, die zumindest in Brandenburg Seltenheitswert haben. Foto: Patrick Pleul
Heike Straube, Mutter der Coffeologin und Barista Katja Straube, hilft in der Kaffee-Rösterei Bad Saarow mit. Foto: Patrick Pleul
In der Firma Coffee-Consulate Mannheim erwarb Katja Straube eine Kaffee-Experten-Qualifikation und wurde dadurch zur ersten Coffeologin in der Mark. Foto: Patrick Pleul
Das Geheimnis guten Kaffees: Röstung und Zubereitung

Mit dem von vielen Obertshausenern inzwischen sehnlich erwarteten Café erfüllt sie sich ihren Traum. Zuvor hat die ehemalige Sportstudentin bereits im Hofcafé eines Biobauernhofs gearbeitet und dort ihre Leidenschaft für die Gastronomie entdeckt. Und aus biodynamischem Anbau soll auch der überwiegende Teil der Zutaten für das Angebot an hausgemachten Kuchen und Gerichten kommen.

Geöffnet ist zunächst jeweils Dienstag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr. Infos gibt’s unter www.cafepur.de.

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