Suche nach Zukunftskonzept für B448

Obertshausen ist eine von drei Partnerkommunen beim „Großen Frankfurter Bogen“

Wie ein Grenzzaun ziehen sich die Fahrspuren der B 448 durch die Mitte Obertshausens.
+
Wie ein Grenzzaun ziehen sich die Fahrspuren der B 448 durch die Mitte Obertshausens.

Gute Nachrichten für die Stadt Obertshausen hat in dieser Woche das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen verkündet. So wurde die Kleinstadt mit Herz neben Mörfelden-Walldorf und der Taunus-Kommune Steinbach in die Zukunftswerkstatt der Landesinitiative „Großer Frankfurter Bogen“ aufgenommen, die nach Ideen fürs Wohnen und Leben im 21. Jahrhundert sucht.

Obertshausen – Der Landesinitiative, die sich an Kommunen mit Bahnanschluss richtet, von denen aus der Hauptbahnhof der Mainmetropole in 30 Minuten erreichbar ist, war Obertshausen nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung beigetreten (wir berichteten). Zudem hatte ich die Stadt um die Teilnahm an der dazugehörigen Zukunftswerkstatt beworben, für die es nun die Zusage gab. Damit können die drei ausgewählten Kommunen nun „städtebauliche Wettbewerbe starten, um beispielhafte Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln“, informiert das Ministerium von Tarek Al-Wazir. Das Land trage dabei bis zu 85 Prozent der Kosten, heißt es aus Wiesbaden.

„Mit dem Projekt „Großer Frankfurter Bogen“ wollen wir den Wohnungsbau im Rhein-Main-Gebiet ankurbeln“, erläutert Al-Wazir. „Aber es geht nicht nur um Menge. Wir wollen lebenswerte, sozial und ökologisch nachhaltige Quartiere, die auch in Jahrzehnten noch den Ansprüchen der Bewohnerinnen und Bewohner genügen. Die Zukunftswerkstatt soll dafür Konzepte liefern.“

Bei der Bewerbung für Letztere war die Stadt Obertshausen mit einer lange gehegten Zukunftsidee ins Rennen gegangen: Dem Wunsch, die Trennung durch die Bundesstraße 448, die wie eine Grenze zwischen beiden Stadtteilen verläuft, langfristig aufzubrechen. Die Hoffnung: Dabei sollen die beiden getrennten Stadtteile auch baulich zusammenwachsen und weitere Flächen vor allem fürs Wohnen nutzbar gemacht werden. So hatte es in der Vergangenheit unter anderem erste Ideen gegeben, die stark frequentierte Verkehrstrasse etwa in einen Tunnel zu lagen oder zu überbauen. Auch der Gedanke an eine Verlegung Strecke um die Stadt waren im Gespräch.

„Wir sind begeistert, eine der ersten drei Kommunen der GFB-Zukunftswerkstatt zu sein“, sagt Bürgermeister Manuel Friedrich. „Eine historische Chance für Obertshausen hinsichtlich Wohnraum, Nahmobilität, Stadtentwicklung und Klimaschutz“, findet auch Erster Stadtrat Michael Möser. Mit der finanziellen Unterstützung durch das Land ließen sich Ideen entwickeln, wie die Trennwirkung der B 448 vermindert, mehr Raum für die Menschen und das Zusammenwachsen der Stadtteile möglich werden könne.“

Neben finanziellen Mitteln unterstützt das Land auch bei der Vorbereitung der nun anstehenden Ausschreibungen. „Dabei können die Partnerkommunen auf kostenlose Unterstützung durch Fachleute der Architekten- und Stadtplanerkammer sowie der Hessen Agentur zurückgreifen“, kündigte Al-Wazir an. (Von Thomas Holzamer)

Weitere Infos gibt`s hier.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare