Tabaluga begrüßt die Neuen

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Gebannt verfolgten gestern Vormittag 50 neue Sonnentauschüler die Abenteuer des kleinen Drachen Tabaluga, das Kindermusical von Peter Maffay.

Obertshausen - „Solch verschenktes Glück kommt hundertfach zurück. “ Mit einem Kindermusical mit Peter Maffays kleinen Drachen Tabaluga schenkten Theater-AG und Chor der Sonnentauschule ihren neuen Mitschülern ein fröhliches Willkommen. Von Michael Prochnow

50 ABC-Schützen sind jetzt Zebras, Fische, Tiger, Enten, Erdbeeren oder Frösche - so heißen die Flex-Klassen, in die sie gestern Vormittag aufgenommen worden sind. Die werden sie - je nach Entwicklung - nach einem, zwei oder drei Jahren verlassen. Noten in Ziffernform werden in diesen Gruppen noch nicht vergeben. Und nach dem Besuch der Jahrgangsstufen Drei und Vier, skizzierte Schulleiter Mischa Sendelbach das pädagogische Konzept weiter, können die Mädchen und Jungen nicht sitzenbleiben.

Diese Merkmale der Grundschule am Rembrücker Weg seien Teile des Modells Begabungsgerechte Schule. Zudem habe das Kultusministerium nach der zweijährigen Versuchsphase verlängert, so dass die Sonnentauschule auch weiterhin Kinder mit Behinderungen unterrichten kann. So begrüßten in der Turnhalle Lehrerin und Mitschüler einer der Eingangsklassen nun ein Mädchen mit Down-Syndrom in in ihrer Mitte. Es wird von einer Förderlehrerin von der Janusz-Korczak-Schule in Langen betreut sowie von einer Kraft begleitet, die ein Freiwilliges soziales Jahr absolviert. Als Förderschule, erläuterte Sendelbach, zahle der Kreis Offenbach als Schulträger der Einrichtung auch eine Schulsozialarbeiterin. Sie habe schon viele Kontakte zu Eltern herstellen können, die sich nur selten an der Schule sehen ließen.

Sendelbach appellierte mit Erstem Stadtrat Hubert Gerhards an die Mütter und Väter, ihre Sprösslinge nicht mit dem Auto zum Unterricht zu chauffieren. Das entlaste die Verkehrssituation am Morgen und tue dem Nachwuchs gut: „Frische Luft durchlüftet das Hirn!“ Wichtig sei auch, dass sich die Schulanfänger auf dem Fußweg bewegten. Das gemeinsame Gehen fördere die Gesundheit und auch die sozialen Kontakte. Als Alternative nannte der Rektor die Anfahrt mit dem Roller, den viele Sonnentauschüler dem Fußmarsch vorzögen.

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Vater Alexander Battl plädierte für ein Engagement in Elternbeirat und Förderverein. „Geben sie ihre Kinder nicht einfach nur ab“, empfahl der engagierte Papa. „Begleiten sie sie im Schulleben und werden sie aktiv!“. Beide Institutionen gestalten den Schulalltag mit, organisieren regelmäßig Feste, Floh- und Weihnachtmärkte. „Das tut nicht weh und macht Spaß“, warb Battl weiter. Die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit schwinde kontinuierlich, bedauerte Rektor Sendelbach. Die Fluktuation in der Schulgemeinde durch Zu- und Wegzug aber wachse.

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