KJO zeltet in „Hausen“ in der Rhön

Tausche Tee gegen gelbe Ente

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Mit ihrem Clubtanz beeindrucken die Mädchen der Katholischen Jugend beim Zeltlager in der Rhön.

Obertshausen - Tütensuppe, Wurst und Käse haben sie im Rucksack, dazu geschnittenes Brot in einem Plastikbeutel. Der schwarze Topf ist gespült, der Teebeutel gegen eine blechern quakende Ente eingetauscht.

Und selbst der Tanz zum Thema „Cluburlaub“ sitzt: „Bring Me Back To Campamento“. „Zurück im Zeltlager“ der Katholischen Jugend Obertshausen (KJO) ist gerade die Gruppe der ältesten Mädchen auf den Platz am Ortsrand von Hausen in der Rhön. Und sie haben auf ihrem „Hike“ alle Aufgaben gelöst. „Hike“, das bedeutet bei der KJO, die Mädchen und Jungen schwärmen mit ihren gepackten Rucksäcken vom Lagerplatz aus, müssen mit Hilfe von Markierungen auf einer Landkarte ein Ziel ansteuern. Die Mädchen sind zum Pfarrsaal nach Weisbach gewandert. In dem Ortsteil der Gemeinde Oberelsbach im Süden von Hausen haben sie sich erst einmal ihre Schlafgemächer eingerichtet. Auch Abendessen und Frühstück hat die Zeltgemeinschaft in eigener Regie zubereitet.

Den Teebeutel haben sie gemäß ihrer Gruppenfarbe gegen eine gelbe Gartenente getauscht, die mit etwas technischem Geschick und der beigefügten Batterie sogar noch Töne von sich gibt. Die anderen Teams sind nach Ostheim marschiert, das mit seinen fein sanierten Fachwerkhäusern gefällt. Die Mannschaft mit dem Ziel Schutzhütte ist auf einen leerstehenden Bungalow ausgewichen. „Heimatblick“ heißt der Ort, der eine tolle Aussicht ins einst abgeriegelte Thüringen eröffnet. Zurück auf dem Platz beeindrucken die Mädchen die Jury aus der Zeltlagerleitung jetzt nicht nur mit dem „Clubtanz“, nein, die kreativen Teenager haben sogar ein eigenes Lied geschrieben. Die Girls geben noch den Zauberwürfel mit dem korrekt zusammengedrehten Foto darauf bei Lagerleiterin Miriam Wahl ab, dann machen sie sich zum zweiten Mal an den Aufbau ihres Vorzeltes.

Unwetter gut überstanden

Die erste Version hat am Dienstagabend der Sturm umgelegt. Oder Lukas Kreher, der damit verhindert hat, dass sich der Wind in den Planen fängt und die Hauptzelte in Mitleidenschaft zieht. Zum Glück hat Miriam die Bauten vorher fotografiert, damit sie in die Bewertung der Gruppen einfließen können. „Dann sind die Feuerwehr und der Bürgermeister gekommen und haben gefragt, ob wir das Unwetter gut überstanden haben“, erzählt Lukas, voll des Lobes über die Gastgeber. Die Brandschützer helfen den Hessen außerdem, Holz fürs abendliche Lagerfeuer zu besorgen. Inzwischen sind die Jungs eingetroffen, die bei den jungen Damen übernachtet haben, weil die vorgesehene Hütte nicht zugänglich war. Tanzen ist nicht ihr Ding, klappt aber trotzdem. Ihr Würfel hat sich beim Transport in alle Einzelteile zerlegt – das gibt Punktabzug! Als rotes Tauschobjekt legen sie Lukas eine eingepackte Salamischeibe hin.

In respektvollem Abstand warten die Mädchen II auf ihren Auftritt vor den Juroren. „War ganz schön anstrengend“, erzählt Christiane mit kraftlosem Lächeln. „Aber im Wald, da war die Luft voll klar“, schwärmt Helena mit glänzenden Augen. „Wir haben ganz schön geschwitzt“, schränkt Sara ein, „es ist immer nur bergauf gegangen“. „Bring Me Back To Campamento“, tönt es aus den Boxen auf der anderen Seite des alten Fußballplatzes, „to Campamento del Sol“. 

M.

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