Telekom will in 9000 Haushalten schnelleres Internet ermöglichen

Bald schneller surfen

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Jutta Hegwein (links), Regionalmanagerin der Telekom, verspricht Bürgermeister Roger Winter, Fachbereichsleiter Sebastian Zimmer und Presse-Frau Christina Schäfer schnelles Internet.

Obertshausen - Jetzt geht doch alles ganz flott: Beide Stadtteile sollen bis November flächendeckend mit schnellem Internet surfen können. Das verspricht die Deutsche Telekom, die derzeit die neue Technik installiert. Von Michael Prochnow 

Die Stürmer schieben sich geschickt den Ball zu, hängen die Verteidiger der gegnerischen Mannschaft ab, der Torschützenkönig steht frei vorm Kasten – da bleibt das Bild urplötzlich und verpixelt stehen, die Verbindung zum Netz ist abgebrochen. Das kennt jeder, der sich gerade einen neuen Computer zugelegt hat – aber noch keinen zeitgemäßen Zugang zum Internet. Für die Übertragung hoher Datenraten wie bei einer Live-Übertragung braucht der Fußball-Fan natürlich ein schnelles Netz.

Das verspricht die Deutsche Telekom nun allen Bewohnern der Stadt. Bis vor Kurzem hieß es noch, vor 2020 sei Obertshausen beim kreisweiten Ausbau nicht dran (wir berichteten). Jetzt gibt der lila Riese aus Bonn Gas, noch im Oktober wollen die Techniker das Glasfaser-Netz im gesamten Stadtteil Obertshausen ausgebaut haben, versichert Jutta Hegwein. In Hausen könne es November werden, weil eine beauftragte Firma für den Tiefbau in Verzug geraten sei.

Die Regionalmanagerin der Telekom traf sich gestern Mittag an einer Baustelle an der Laakirchener Straße mit Bürgermeister Roger Winter, Fachbereichsleiter Sebastian Zimmer und Christina Schäfer, im Rathaus zuständig für Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit.

Bei Schäfer häufen sich die Anfragen, sowohl von Neubürgern als auch von Unternehmen, wann denn mit einem flotten Zugang zum weltweiten Netz zu rechnen sei. Vor allem Geschäftsleute sind auf moderne Technik angewiesen, müssen mit Filialen und Kunden oft größere Datenmengen austauschen.

„Der Glasfaser-Ausbau läuft auf Hochtouren“, berichtet die Telekom-Vertreterin. Die schnellen Anschlüsse können ab Oktober gebucht werden. Auch andere Anbieter werden mit Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde werben – wenn sie sich ins Netz des einstigen Staatsbetriebs einmieten. Die Telekom verfüge über eigene Leerrohre unter den Gehsteigen, hat aber auch welche von anderen Versorgern angemietet, erläuterte die Fachfrau. Wie schnell die Verbindung tatsächlich ist, hänge von der Entfernung zum nächsten grauen Kasten ab. Um das Kupferkabel auf den letzen Metern schneller zu machen, werden elektromagnetische Störungen per Vector-Technik beseitigt. Derzeit werden noch einige neue Multifunktionsgehäuse eingerichtet – wie in der Kurve gegenüber des Eingangs zum Waldkindergarten.

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„Insgesamt verlegen wir rund 15 Kilometer Glasfaser und stellen 31 neue Verteiler auf“, informiert die Managerin. Davon sollen etwa 9 000 Haushalte profitieren können. „Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen parallel möglich sind“, verspricht sie. Das Herunterladen von Musik und Videos oder das Speichern in einer Cloud werde bequemer, das Hochladen funktioniere mit bis zu 40 MB pro Sekunde.

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