Am Sportlerdomizil der TGS

Die Fluchttreppe kommt

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Obertshausen - Wegrennen will der TGS als einem der größten Vereine in Obertshausen natürlich niemand. Aber die Möglichkeit am Sportlerdomizil muss es für den Notfall geben. So will es der Brandschutz, und so will es auch der Vorstand.

Sie gehört mit mehr als 1000 Mitgliedern zu den größten Gruppen in der Stadt. Und wer die Jahresversammlung der Turngesellschaft (TGS) Hausen verfolgt, der weiß, dass sie sehr erfolgreich arbeitet. Das nicht nur im Wettkampf, sondern auch in geselliger Runde. Davon und von Plänen für die Anlage an der Aachener Straße berichtete Vorsitzender Günter Keller.

Die Tischtennisabteilung habe sich sehr gesteigert, sie stellt drei Meistermannschaften bei den Herren, holte den Kreispokal. Die Damen sicherten sich gleich den Hessen-Pokal. Das Rugby-Team stieg in die zweite Bundesliga auf, nachdem es vor gerade einmal vier Jahren in der Regionalliga gestartet war. Für die recht junge Abteilung sei das ein Riesenerfolg“. Trotz des Weggangs des Spielertrainers haben die Aktiven gegen Luxemburg gewonnen. Die Radsportler feierten das 25-jährige Bestehen ihrer Abteilung akademisch.

Viele Punkte auf der Liste

24 TGSler ehrte der Vorstand gerade. Die Prüfer verliehen 186 Sportabzeichen, davon 88 Nadeln an Jugendliche und 13 Mini-Sportabzeichen. Einen stolzen Erfolg errang die Jugendleitung bei der Vereinigten Volksbank Maingau, wo sie für ihre Nachwuchsförderung mit einem „Stern des Sports“ und 1000 Euro ausgezeichnet wurde, dankte Keller Jugendleiter Benedikt Weitzel für dessen Engagement.

Die Vereinskasse füllte auch ein Teil des Guthabens des aufgelösten Obst- und Gartenbauvereins, das ebenfalls der TGS-Jugend zufloss. Der Finanzierungsplan für dieses Jahr sieht wiederum 32000 Euro Zuschüsse von der Stadt vor. Allein für die Honorare der Übungsleiter müsse allerdings fast doppelt so viel Geld berappt werden. Jeweils rund 10.000 Euro zahle die TGS für Umlagen und Instandhaltung von Vereinsheim und Sportanlagen.

Wegen neuer Gefahrenschutzvorschriften müsse die Küche einen neuen Dunstabzug erhalten. Auf der Liste des Vorstands stehen außerdem Verbesserungen an Beregnungsanlage und Flutlicht, die nicht mehr voll funktionstüchtig seien, sowie eine neue Beleuchtung des Biergartens. Vor einem halben Jahr wurde die Gaststätte wiedereröffnet, die Entscheidung für die griechischen Wirtsleute sei „die richtige Wahl gewesen“, lobte Keller.

Rund um das Thema Sicherheit

Rund um das Thema Sicherheit 

Das größte Projekt im aktuellen TGS-Haushalt sei eine Fluchttreppe vom Saal im ersten Stock. Ohne eine solche Einrichtung dürfe dort keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Zum Zinnoberball wurden provisorische Stiegen aufgestellt, jetzt soll eine feste Treppe gebaut und mit einer zweiten Wand vor der Leopold-Picard-Halle vom Biergarten abgetrennt werden, um dessen Attraktivität nicht zu beeinträchtigen. Das schaffe zugleich Abstellraum. 15 000 Euro seien für die Treppe vorgesehen, 10.000 für die Beregnungsanlage, der Hausarchitekt plane bereits.

Der Vorsitzende dankte Trainern und Übungsleitern, besonders in der Kinder-, Schüler- und Jugendarbeit. Dank galt zudem Gerhard „Conny“ Schaub und Karl-Heinz Picard, die nach dem Tod Dieter Hornungs ehrenamtlich die Hausmeisterpflichten übernommen haben. Nur mäßig besucht war das 25. Oldie-Sportfest zur Kerb, da machen sich die Organisatoren Gedanken über neue Form. 

M.

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