Umarmung zur Begrüßung

Kitas an Rodau- und Richard-Wagner-Straße unter neuer Leitung

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Bürgermeister Roger Winter, erster Stadtrat Hubert Gerhards und Fachbereichsleiter Michael Möser begrüßen zwei neue Kita-Chefs: Andrea Holzberger übernimmt die Einrichtung an der Richard-Wagner-Straße, Marc Endrass (Mitte) die an der Rodaustraße.

Obertshausen - Geborgenheit und Führungsstärke: Die Leitung einer Kita zu übernehmen, ist kein leichter Job. Hinterm Chef-Schreibtisch an Rodau- und Richard-Wagner-Straße sitzen seit Jahresbeginn neue Gesichter.  Von Eva-Maria Lill

Andrea Holzberger und Marc Endrass haben sich gut eingelebt. Sie wollen vor allem sprachliche Kompetenzen fördern. „Bleibst du jetzt für immer?“, fragen Mini-Bürger in der Kita Richard-Wagner-Straße, wenn sie Leiterin Andrea Holzberger auf dem Flur begegnen. „Nach zwei Wochen rennen mir die Kleinen schon entgegen und umarmen mich stürmisch, ich mache wohl was richtig“, freut sich die 39-Jährige über ihren neuen Job an der Spitze der Kindertagesstätte. Seit Anfang des Jahres ist sie dabei – genau wie Marc Endrass. Der Diplom-Pädagoge hat das Ruder an der Rodaustraße übernommen.

Fachbereichsleiter Michael Möser zeigt sich ziemlich stolz auf seine beiden neuen Kita-Köpfe: „Es ist großartig, dass wir so qualifizierte Leute gefunden haben, die auch nötige Führungsqualitäten mitbringen.“ Bürgermeister Roger Winter nickt das Lob ab und verdeutlicht: „Eine Kita ist ja ein kleiner Betrieb. Neben pädagogischen Kompetenzen brauchen Chefs auch ein Händchen für Mitarbeiter.“

Diplom-Pädagogin und systemische Beraterin Andrea Holzberger ist in Obertshausen keine Unbekannte. Viereinhalb Jahre war sie in der städtischen Kita Vogelsbergstraße für die Sprachförderung zuständig. Ein Thema, das ihr am Herzen liegt. Nicht nur zwischen Erziehern und Kindern, sondern auch im Gespräch mit Eltern. An der Richard-Wagner-Straße ist sie für elf Mitarbeiter und 88 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren verantwortlich.

Auch Marc Endrass definiert Sprache als Kernkompetenz: „Nicht bloß im Sinn der Grundausbildung, sondern auch darüber hinaus.“ Zusätzlich legt er auf musikalische Erziehung großen Wert und ermutigt seine etwa 25 Mitarbeiter, Instrumente zu lernen. „Ich versuch’s gerade mit Gitarre und Blockflöte“, sagt der Frankfurter. Damit könne er die Kinder hervorragend begleiten, da gerade die Flöte zur Stimmlage von Nachwuchs-Sängern passe.

Spielkreis statt Kneipentour: Wenn Freunde Eltern werden

Bevor es den 51-Jährigen nach Obertshausen verschlagen hat, leitete er eine Kita in Rüsselsheim. Die Einrichtung an der Rodaustraße ist mit vier Gruppen sowie einer altersübergreifenden Runde und einer Krabbelstube nach der Kita Im Trinkborn die zweitgrößte der Stadt. Endrass stellt seine Prioritäten klar: „Kollegiale und kommunikative Mitarbeiterführung sind mir wichtig. Aber auch das Gespräch mit den Eltern. An oberster Stelle stehen aber – natürlich – die Kinder.“

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