Umgestaltung des Beethovenparks

Wie’s am Ende aussehen soll

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Erdhügel-Chaos und fleißige Bagger dominieren aktuell die innerstädtische Grünfläche.

Obertshausen - Ein innerstädtisches Idyll für alle Generationen: Kinder, Eltern, Großeltern. Das soll der Beethovenpark werden, wenn er (endlich!) fertig ist. Im Mai könnte es soweit sein. Von Eva-Maria Lill

Dann sind die Umbauarbeiten für insgesamt mehr als 760.000 Euro voraussichtlich abgeschlossen. Die meisten Bäume stehen noch, drumherum heben sich Erdhügel zwischen Herbstlaub. Die Bauarbeiten im Beethovenpark sind in vollem Gange. Noch ist kaum zu erkennen, wie die innerstädtische Grünfläche einmal aussehen soll. Im Mai könnte sie fertig sein – nach fast sieben Jahren kommunalpolitischem Gezanke. Das sagt zumindest Baudezernent und Erster Stadtrat Hubert Gerhards. „Wenn wir keinen harten Winter erleben“, fügt er hinzu. Ein gewisser Ausfall wegen Witterung sei aber schon einkalkuliert.

Die Spielgeräte sind weg, die Rollschuhbahn auch, der Kiosk sowieso. Nur ein paar Findlinge und Basaltpfähle erinnern an den „alten“ Beethovenpark. „Sie bilden einen Wall, der die Wiese von der Straße abgrenzt“, sagt Gerhards und zeigt den Bauplan für die 6255 Quadratmeter große Grünfläche. Fast alle Bäume bleiben erhalten (im Plan mittelgrün), neue werden gepflanzt (olivgrün). Auch auf der Fläche des ehemaligen Kiosks wird’s grün, eine Toilettenanlage ist nicht geplant. Zum Ausruhen werden neben einfachen Bänken auch Holzliegen aufgestellt. Die Wege erhalten eine wassergebundene Decke mit Fassung aus Metall, damit der Rasen nicht darüber wächst.

Besondere Hingucker werden die Spielgeräte in Leder-Optik für rund 80.000 Euro. Eine Armbanduhr-Wippe, eine Taschen-Rutsche und ein Klettergerüst, das an Ahle erinnert. Für Senioren gibt es Edelmetall-Sportgeräte, für die Allerkleinsten Wipptiere. Auch eine Boulebahn kehrt zurück. Die gab es schon vor der Sanierung zum „Takatuka-Land“ im Jahr 2000. Der Ursprungs-Park wurde 1977 angelegt.

Die Abbrucharbeiten von Rollschuhbahn, Kiosk und Betonwänden kosteten rund 260.000 Euro – die bald beginnenden Bauarbeiten belasten den Stadtsäckel mit etwa 430.000 Euro. Kein Pappenstiel, aber im Finanzrahmen. Ganz im Gegensatz zur ersten Ausschreibung. Diese war im vergangenen Jahr an den überraschend hohen Kosten gescheitert. Erste Pläne hatten auch Gehwege und Parkplätze um die Grünfläche mit eingeschlossen. Diese bleiben nun unangetastet. Auch die Skulptur eines Gürtels wird nicht umgesetzt. „Das kann man machen, wenn Geld da ist“, sagt Gerhards.

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