„Umweltschutz stets im Auge“

Obertshausen - In die Debatte um die Einrichtung einer Stelle bei der Stadtverwaltung für den Bereich Klimaschutz hat sich nun auch Bürgermeister Bernd Roth eingeschaltet. Von Karl-Heinz Otterbein

Die Grünen sähen Verbesserungsbedarf beim Klimaschutz, der Magistrat nicht, erläuterte Roth bei einem Pressegespräch. „Die Stadt hat den Umweltschutz stets im Auge.“, sagte der Rathauschef „Ich erinnere dabei unter anderem an die energetische Sanierung des Hausener Bürgerhauses und der Sporthalle Badstraße in Obertshausen. Auch wird bei der Stadt seit Jahren im Botendienst ein Erdgasfahrzeug eingesetzt.“ Zuletzt habe das Stadtparlament mit dem Beschluss des Freiraumkonzepts den Schutz des südöstlichen Landschaftsraums sichergestellt. Deshalb stoße die Frage der Grünen-Fraktion auf Unverständnis, weshalb sich kein gesonderter Mitarbeiter in der Stadtverwaltung mit dem Klimaschutz beschäftige. Denn alle Beschäftigten hätten den Umweltschutz bei der täglichen Arbeit fest im Blick. So habe man bereits im vergangenen Jahr begonnen, alle Computer-Arbeitsplätze mit getrennten Steckerleisten auszurüsten, damit die Geräte zum Stromsparen nach der Arbeit vollständig abgeschaltet werden könnten und im Stand-by-Modus keinen Strom mehr verbrauchten.

Keinen Sinn sehe der Magistrat darin, eine neue Stelle zu schaffen, die sich mit solchen Fragen beschäftige. „Unser Motto lautet „Ja zum Umweltschutz und Nein zur Geldverschwendung““, so Roth. Angesichts leerer Kassen und immer neuer Belastungen für die Bürger sei es unverantwortlich, Klientelpolitik zu machen. Insbesondere weil eine Stelle wie die eines Klima-Managers erst einmal keine positiven Auswirkungen hätte, sondern nur Geld kosten würde.

Die Schwachpunkte in Sachen energetische Sanierung wie beispielsweise die beiden Rathäuser seien jedem bekannt., so Roth. „Wenn wir jemanden einstellen, der uns dann sagt, was wir eh schon wissen, dann ist das pure Geldverschwendung. Und natürlich wäre es schön, wenn wir unsere Fahrzeugflotte komplett durch kraftstoffsparende Modelle ersetzen könnten. Aber das kann kein Bürger bezahlen.“ Der Magistrat wolle auch weiterhin bei Neuanschaffungen und jeder sich bietenden Möglichkeit auf umweltschonende Verfahren wechseln, erläuterte Roth. Ebenso unterstütze man die Bürger in Sachen Energiewende. So biete die Stadt als Beratungsstützpunkt zusammen mit der Verbraucherzentrale eine weitgehend kostenlose Energieberatung für alle Einwohner an.

Rubriklistenbild: © dpa

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