Vereinsring möchte Bereitschaft ausloten

Waldfestplatz beleben

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Gemeinsam mit ihrem Vorsitzenden Luis Galvez trafen sich die Mitglieder des Vereinsrings zu einer Begehung des Waldfestplatzes. Die Dachkonstruktion ist in die Jahre gekommen.

Obertshausen - Viel wird derzeit auf dem Waldfestplatz unweit des Sportzentrums nicht mehr gefeiert. Ob sich das ändern lässt, will der Vereinsring nun bei seinen Mitgliedern erfragen. Von Michael Prochnow 

Aufrecht wie die Eichen um sie herum stehen sie mit ihren himmelblauen Polohemden auf dem Waldfestplatz, entschlossen, Lösungen zu finden. Hinter ihnen biegt sich das Dach des Unterstands wie ein Regal, das seiner Last nicht mehr gewachsen ist. Die Konstruktion ist in die Jahre gekommen – so manche Gruppierungen in der Stadt allerdings auch. So ist der spanische Elternverein seit Jahren der einzige, der das Gelände an der Badstraße noch nutzt, stellte der Vorstand des Vereinsrings bei einem Rundgang fest. Und ein Festplatz ohne Feste ist eigentlich gar keiner.

Das spanische Waldfest der „Asociacion de Padres de Familia“ hat sich längst zum größten Vereinsfest in der Stadt gemausert, den Besuchern scheint das Areal also zu gefallen. Veranstaltern allerdings nicht unbedingt, und Vereinsring-Vorsitzender Luis Galvez kann ein Lied von den Problemen singen.

Er ist zugleich der Vorsitzende des Elternvereins und verweist auf den staubigen oder matschigen Untergrund – je nach Wetterlage. Auch eine bessere Strom- und Wasserversorgung könnte den Festplatz attraktiver gestalten, meint er. „Gerne würden wir die Stadt bezüglich einer Attraktivitätssteigerung und Verbesserung des Waldfestplatzes anschreiben und fragen, ob die Herrichtung dieses Platzes möglich ist“, heißt es in einem Brief an alle Mitglieder des Vereinsrings und weitere Gemeinschaften in Obertshausen und Hausen. „Damit sich dies auch lohnt und nicht danach trotz allem keine Feste stattfinden, wollen wir im Vorfeld das allgemeine Interesse der Vereine abfragen.“ Die Dachorganisation bittet darum um eine Rückmeldung, ob die Vorstände generell Interesse daran habe, den Waldfestplatz zu nutzen.

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In einem weiteren Punkt sprechen die Unterzeichner das Thema Partnerstadt Laakirchen an. „Leider ist der gegenseitige Austausch zwischen beiden Städten etwas eingeschlafen. Der Vereinsring würde diese Freundschaft gerne wieder aufleben lassen“, notiert der Verband und geht damit in die Offensive. Möglichkeiten, dieses Anliegen mit Leben zu erfüllen, könnten gegenseitige Besuche von Sportlern, Sängern und Sammlern mit Gleichgesinnten in Österreich sein oder auch die Mitwirkung mit einem Stand beim Stadtfest in Laakirchen. Um auszuloten, ob Interesse an einem Austausch besteht, bittet der Vereinsring auch zu Laakirchen um eine Rückmeldung, ob grundsätzlich Interesse daran besteht, Kontakte zu pflegen oder neu aufleben zu lassen.

Unter den Jugendlichen klappt das ganz gut – jeweils ein Dutzend aus beiden Orten und aus sieben weiteren verbundenen Städten begegneten sich gerade beim Europäischen Jugendtreffen, das bis heute im tschechischen Klimkovice läuft. „Sobald wir Rückmeldungen gesammelt haben, werden wir mit den Verantwortlichen in den Rathäusern in Obertshausen und Laakirchen sprechen“, versichert der Vorsitzende.

Antworten, Reaktionen, Ideen und Vorschläge sollen per E-Mail an s.grab@vereinsring-obertshausen.de an die Schriftführerin des Vereinsrings, Sabrina Grab, oder an den Vorsitzenden Luis Galvez unter luisgalvez@web.de geschickt werden.

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