Traditionsfeste als gemeinsame Sache

Vereinsring: Feinschliff fürs Dach

+
Fit fürs Weitermachen als Dachorganisation: der Vorstand des Obertshausener Vereinsrings.

Obertshausen - Ein Erfolgsmodell erhält seinen Feinschliff: Die Traditionsfeste in der Stadt haben sich als gemeinsame Sache bewährt. Dennoch sieht der Vereinsring Obertshausen (VRO) Bedarf, die Attraktivität der Kerb vor allem für junge Familien zu steigern.

Das ist die Essenz der Hauptversammlung des Dachverbands im Sporteck des Turnvereins Hausen – neben der Neuwahl des Vorstands. Vorsitzender bleibt der Gründer der Gemeinschaft, Luis Galvez. Stellvertretende Vorsitzende sind weiter Milan Podnar für den Bereich Sport, Manfred Vogt (Kultur), Hans Jürgen Möser (Umwelt) und Elmar Fuß (Soziales). Als Schriftführer wurde Patrick Sahm, als Kassierer Jürgen Eberhardt bestätigt. Die Beisitzer heißen erneut Inge Schäfer, Michael Fischer und Claus Müller. Neu hinzu kam Hans Jürgen Grab. 55 Gruppierungen sind jetzt Mitglied im Vereinsring. Das jüngste ist der Schützenverein Hubertus. Wichtig: Vereinen ohne eigene Räumlichkeiten kann der VRO sein Heim in den Hausener Kleingärten anbieten, berichtete Galvez. Ausstattung und Unterhaltung sollen mit dem Plus in der Kasse finanziert werden. Für das erste Sommerfest dort im vergangenen Jahr will der Vorstand ein neues Konzept entwickeln. Alle Veranstaltungen sollen aktuell auf der Internet-Seite gesammelt werden.

2015 liefen die 6. Hausener und die 7. Obertshausener Kerb unter der Regie des Rings sowie der 7. Weihnachtsmarkt. Der „Tag der Vereine“ hatte mehr Besucher bei weniger Teilnehmern, denn diesmal gab es die Ausstellung von Fahrzeugen der Rettungsdienste nicht. Beteiligte schlugen vor, Auftritte in den Kleinkunstsaal zu verlegen und vielleicht auch einen eigenen Tag der Sportvereine zu gestalten. Der Zwei-Jahres-Rhythmus soll beibehalten werden, für 2017 werden mehr als 30 Gruppen erwartet.

Den Kirchweih-Feiern war einmal mehr Wetterglück beschieden, der Umzug im Stadtteil Obertshausen fand viel Anklang. Einige Organisatoren regten eine Verlegung des Termins an, da es Ende September oft kalt sei und deshalb Probleme gebe, Schausteller zu gewinnen. Die wollen ja nicht nur präsent sein, sondern Geld verdienen. Auch sei das Ambiente an der Herz-Jesu-Kirche schöner als auf dem Pilgerplatz vor St. Thomas Morus. Einig war sich die Runde, dass mehr interessante Angebote für junge Familien angeboten werden müssen.

Fotos zur „neuen“ Kerb in Obertshausen

Der Weihnachtsmarkt liege dank der Hilfe durch die Stadt nicht mehr im Matsch, freuten sich die Aktiven, die 31 Stände waren „extrem gut besucht“ und bildeten eine „gesunde Mischung“ aus Speisen und Kunstgewerbe. Viel gelobt wurden das „sehr abwechslungsreiche Programm“ und das Engagement der evangelischen Kirchengemeinde. Bürgermeister Roger Winter äußerte sich „sehr froh“ über die Arbeit des Vereinsrings. Luis Galvez sei ein „Garant für die Einheit der Vereine“.

Der Vorstand lädt für den 26. Oktober zur Terminabsprache ein, um Füllung und Finanzerfolg schmälernde Überschneidungen im Veranstaltungskalender zu vermeiden. Das gestaltet sich nicht immer einfach. Möglicherweise könne schon in diesem Jahr ein Kultursommer innerhalb einer Woche statt finden, bei dem sich Gruppierungen präsentieren. Die Hütten für den Weihnachtsmarkt sollen instand gesetzt, ein Weihnachtskalender mit allen adventlichen Aktionen herausgegeben werden. Auch die Planung der 950-Jahr-Feier Hausens 2019 startet bereits.

Die Feuerwehr Obertshausen feiert ihren 150. Geburtstag an Fronleichnam 2017 mit den Rodgau Monotones, die Teutonia wird 110, das feiert sie an Pfingsten nächsten Jahres. 

M.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare