Stipendienwettbewerb im Bürgerhaus

Obertshausen: Stipendien-Wettbewerb der Musikschule – Viel Platz für große Talente 

Ihren alljährlichen Stipendienwettbewerb musste die Musikschule Obertshausen coronabedingt diesmal ins größere Bürgerhaus verlegen.
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Ihren alljährlichen Stipendienwettbewerb musste die Musikschule Obertshausen coronabedingt diesmal ins größere Bürgerhaus verlegen.

Da knistert die Luft, Anspannung steht vielen Schülern ins Gesicht geschrieben und selbst der Bleistiftstrich eines Jurors wirkt wie eine Ruhestörung. Die Musikschule Obertshausen hat ihren Stipendien-Wettbewerb diesmal ins größere Bürgerhaus verlegt.

Obertshausen – Am Samstagmittag wurden mit geschulten Ohren und fachlicher Diskussion fördernswerte Talente in Obertshausen ermittelt. 16 Schüler gingen mit ihrem Instrument und jeweils zwei oder drei einstudierten Stücken an den Start. Pädagogisch sinnvoll und menschlich-sympathisch wirkte die Lösung, dass keiner der Kinder und Jugendlichen mit leeren Händen nach Hause ging. Die von den Lehrern ausgewählten Kandidaten holten mindestens einen dritten Platz, erläuterte Musikschulleiter Dietmar Schrod.

Je nach Rang gab es 100, 200 oder 550 Euro in Form eines Gutscheins, der beim Kauf von Instrumenten, Noten und Zubehör verwendet werden könne oder für einen Kurs in der städtischen Einrichtung, erläuterte der Gastgeber. Die Zuschüsse seien Dank einer Spende der Ruth-und-Karl-Mayer-Stiftung möglich, die inzwischen von Enkeln des verstorbenen, musikbegeisterten Firmengründers aus Obertshausen verwaltet wird.

„Die Möglichkeit, Stipendien zu vergeben, ist ein tolles Instrument, begabte, junge, musikalische Talente, die sich herauskristallisieren, zu fördern“, betonte Schrod. Die Jury bewertete die Beiträge der Mädchen und Jungen nach dem Reglement des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Punkte vergaben auch die Sängerin Verena Bachmann von der Frankfurter Musikwerkstatt, Rolf Bissinger, ehemaliger Flötist am Frankfurter Opernhaus sowie Dozent am Dr. Hochs Konservatorium und an der Musikschule Dietzenbach, sowie Piotr Konczewski und Joachim Neumann, Leiter der Freien Musikschule Rodgau und der Musikschule Dietzenbach.

Einen ersten Platz sprachen sie der elfjährigen Luise Witte zu, die seit vier Jahren in der Musikschule lernt. Sie trug Werke von Beethoven und Gretschinow am Klavier vor. Am selben Instrument überzeugte Lisa Kroh (14) mit Debussy und dem modernen „Never Enough“. Lieder von Gershwin und Chopin verhalfen Josefine Papenfuhs (15) zum Erfolg – sie spielt seit neun Jahren.

Die gleiche Auszeichnung erfuhr der zehnjährige Paul Sahner, der drei Stücke an der Gitarre spielte, Miriam Witte (11), seit fünf Jahren im Institut, gewann ebenfalls mit zeitgenössischen Klängen. Werke von Bach und Bartok interpretierte die vielfache Gewinnerin an der Geige, Sophia Szymanski (10).

Einen weiteren ersten Rang belegte die 14-jährige Lara Picard. Mit der Klarinette stimmte sie den „Old Klezmer“ und die „Traumfantasie“ an. Auf dem Holzblasinstrument holte Antonia Trabert (11) Platz Zwei, den errangen auch Aaron Hattermann (15), Sophie Milman (9) und Sandra Nowak (16) am Klavier, Justus Sattler (14) am Saxofon sowie die zwölfjährige Sopranistin Emily Schwagereit mit Hits von Christina Stürmer. Dritte wurden die 13-jährige Carla Wüthrich und ihre elfjährige Schwester Louisa sowie Finja Quasten Alarcon (14) am Klavier. Von Michael Prochnow

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