Ein Weihnachtshaus

Advent auf Knopfdruck

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Es gibt Weihnachtsmarktbühnen - und es gibt die Hümmersche Lichtinsel, um erhellende Momente zu erleben.

Obertshausen - 16.300 Lichter machen aus dem sonst ganz normalen Haus der Hümmers ein Weihnachtshaus. Eins, das jetzt auch noch Gutes für die Stiftung „Bärenherz“ tun kann.

16.300 bunte Lichter strahlen dem Betrachter des Hauses in der Ostendstraße 11 entgegen. Schon an der Fassade weisen 500 Lichter auf den Grund der Illumination hin. „Merry X-mas“, Frohe Weihnachten, steht da in großen Lettern. Keinen Tag zu früh, wie immer.  Am ersten Advent knipst Veranstaltungstechniker Andreas Hümmer sein Lichtkunstwerk unter dem Beifall bemerkenswert vieler Gäste an.

Von nebenan droht ihm für solche Erhellung kein Ungemach. „Es war ja unser Nachbar Roland Reuter, der uns auf die Idee zu diesen Adventsfeiern gebracht hat“, erklärt Hümmer, der mit Gattin Melanie und den jetzt vier- und neunjährigen Kindern Lena-Sophie und Benjamin im Sommer 2009 von Offenbach nach Obertshausen gezogen ist. „Wie kann man das neue Wohndomizil stilvoller einweihen als mit Lichterketten zur Weihnachtszeit?“, dachte sich der Elektriker und begeisterte Lichttechniker damals und startete mit ein paar Lichterketten an der Außenwand des zweistöckigen Hauses.

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Nachbar Reuter zeigte nicht nur Bewunderung für die Lichtkunst; er überraschte Hümmer auch mit dem Vorschlag, mit einem heißen Glühwein auf die Fertigstellung anzustoßen. Der Rest war fast ein Selbstläufer. Die Zahl der Lichter wurde von Jahr zu Jahr größer, und mit ihr die Gruppe der Anwohner und Freunde, die einfach mal vorbeischauten. Hümmer sah sich in seiner Ehre als Anbieter von Veranstaltungstechnik gepackt. In diesem Jahr hat er die Feier erstmals mit einem kleinen Programm verbunden.

Eine Gruppe von Fünf- bis Elfjährigen der Kinderkantorei der Offenbacher Luthergemeinde gibt also Advents- und Weihnachtslieder unter der Leitung von Friedemann Becker am Piano und Susanne Nagel. Soul Man „Lewis“ interpretiert weihnachtliche Lieder. Und: Durch eine Ausstellung im Rathaus auf die Arbeit der Stiftung Bärenherz aufmerksam geworden, hat Hümmer einen Spendenstiefel am Fuß der kleine Bühne aufgestellt. Zumal viele Kuchen und Plätzchen selbst gemacht und wie die Getränke gestiftet sind.

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„Bärenherz unterstützt Einrichtungen für Familien mit Kindern, die unheilbar erkrankt sind und eine geringe Lebenserwartung haben“, sagt Birgit Eissner, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Stiftung. Während Andreas Hümmer die ersten drei Jahre seine Freizeit in die Gestaltung und Erweiterung der Fassadenbeleuchtung gelegt hat, stehen diesmal sozusagen „innere Werte“ im Vordergrund. Sprich: „Die komplette Beleuchtung wurde auf stromsparende und umweltfreundliche LED-Technik umgerüstet.“ Muße für ein neues Kunstwerk fand er gleichwohl. Ideengeber waren nur scheinbar über ihre ursprüngliche Bestimmung hinaus nutzlose Metallgebilde. Sie brachten Hümmer auf den Gedanken und die Gäste in den Genuss eines weiteren Lichtwunders: „20 Metallkleiderbügel habe ich so lange gebogen, bis das Gerüst für einen Schlitten stand“, sagt er. Er vollendete die Konstruktion durch das Überstülpen mehrerer Lichtschläuche. Passt auch gut zum schon bekannten Rentier.

Neben zahllosen kleinen und großen Einzellichtern und Lichtgruppen befinden sich 13.500 Lichter in 300 Metern LED-Schläuchen. Allein der Aufbau hat 40 Stunden gedauert und war nur mit Hilfe der Mitarbeiter Andreas Ißler und Ralf Gunkel möglich. Bis Anfang Januar zeigt Andreas Hümmer sein Lichtkunstwerk zwischen 17 Uhr und 21 Uhr. 

Weihnachtsbaumverkauf auf dem Verlagsgelände 2012

peba

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