„X-mas-Party“ in Obertshausen

Weihnachtsliederfreie Zone

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Nach vielen Stunden gutem alten Rock’n’Roll kann für die Gäste der „X-mas-Party“ Weihnachten mit seinem braveren Liedgut kommen.

Obertshausen - In eine weihnachtsliederfreie Zone hatten Tom Jet und die Tornados das Bürgerhaus verwandelt. Die siebte „X-mas-Party“ ging am Morgen des vierten Advent ohne das huldvolle Liedgut zu Ende.

Stattdessen unterhielten die Musiker hunderte Anhänger mit gutem alten Rock’n’Roll, aber auch mit klassischem deutschen Schlager. Der Startschuss in den beschwingten Abend fiel für viele Besucher schon eineinhalb Stunden zuvor beim „offiziellen Crazy Cats & Tom Jet Fanclub-Treffen“. Rund 170 Anhänger der Bands des Hausener Enterntainers haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen. Sie genießen Rabatte bei den Eintrittspreisen, treffen sich mit den Musikern. Und im neuen Jahr werden viele von ihnen Tom Jet und sein Ensemble auf eine Kreuzfahrt durchs östliche Mittelmeer begleiten.

Am Samstag verabschiedeten sie sich von Sänger und Saxophonist Klaus „Micky“ Mika. Er geht aus beruflichen Gründen. Für ihn kommen gleich zwei Neue: Norbert Spengart aus Bad Homburg, der vor allem den Rock’n’Roll der Starlighters verstärken wird, und der Gesangslehrer und Bar-Pianist Vio Friedmann, der mal für Toto gespielt hat, verriet Thomas „Tom“ Jeutter. In den populären Formationen spielen außerdem Dieter Schmidt den Bass, Gerald Jäger das Schlagzeug, Markus Kosch ein Keyboard, Tom selbst die Gitarre. Und er singt, auch mit Christin, mit der er das Duo Crazy Cats bildet.

Rund 400 Gäste

Bei der „X-mas-Party“ wurde das Ensemble von Dietz Gunzenhäuser unterstützt. Der Pianist aus Esslingen fuhr vor allem mit dem Bassisten Wolfgang Lieberwirth als „Tornados“ die Boogie-Woogie-Schiene. Die eingefleischten Fans blieben nicht lange unter sich. Am späten Abend tummelten sich rund 400 Gäste, die bis aus Karlsruhe, Aschaffenburg und dem Taunus kamen. Das Veranstaltungsteam „Just4Fun“ hatte die gute Stube der Stadt gut im Griff. Auch im dekorativen Sinne - gedruckte Christbäume hingen mit echten Kugeln an den Wänden. Sie stärkten die begeisterten Tänzer mit allerlei Wirkungsvollem gegen Magenknurren. Dazu hatten sie ein Bezahlsystem über Wertbons eingeführt. Wer wollte, spendete sein Restguthaben für den kleinen Jonas, der mit einer schweren Behinderung geboren wurde und für den „Just4Fun“ und mehrere Fachgeschäfte vor Ort bereits eine erfolgreiche Delfin-Therapie finanziert hatten, berichtete Michael Fischer, Vorsitzender des Event-Kultur-Clubs.

„Du darfst kein Flaschenbier anbieten“, verriet Kommunalpolitikerin Elke Oberbeck das Geheimnis des Erfolgs der X-mas-Party. Stattdessen müssten frisch Gezapftes und ein gepflegter Rotwein her. Einfach, aber ganz offensichtlich schon das ganze Geheimnis. Und ein bisschen ist der Erfolg der riesigen Vorweihnachtsfeier der Stadt Obertshausen wohl auch auf den Musik-Mix zurückzuführen.

Jürgen Drews und Wolfgang Petry

Toms Schlager-Giganten starteten in schneeweißen Anzügen mit Hits von Jürgen Drews und Wolfgang Petry zum Mitgröhlen. Die Tom Jet Band ist Nachfolgerin der „MTGs“, die mit ihrem Klang bei instrumentalen Titeln nicht mehr so viele Freunde fanden, erläuterte der Leiter. Das Ensemble gefiel nun umso mehr mit Pop- und Rock-Klassikern, aber auch aktuellen Titeln von Robbie Williams, Sasha und Phil Collins. Die Krönung war zweifellos ein Queen-Medley und „You Raise Me Up“ von der Gruppe Westlife.

Wilder und schneller ging’s mit den Starlighters zu. Sie zelebrieren nach wie vor in ihren rot gemusterten Jackets, auf der Tanzfläche und auf Tischen balancierend, den flotten Rock’n’Roll, Jump’n’Jive der 1950er und 60er Jahre. So mündete das fröhliche Feiern in einem gemeinsamen Finale mit den Tornados.

Besondere Magie vor der Kirche

Bilder

M.

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