Weiter auf Wachstumskurs

Awo Obertshausen verlegt Zentrale an die Birkenwaldstraße

Für das erste Foto in den neuen Räumen durften die aktuelle Awo-Vorsitzende Silvia Acemi (von links), Hausherr Axel Kuhn und der ehrenamtliche Geschäftsführer Rudolf Schulz die Masken kurz abnehmen.
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Für das erste Foto in den neuen Räumen durften die aktuelle Awo-Vorsitzende Silvia Acemi (von links), Hausherr Axel Kuhn und der ehrenamtliche Geschäftsführer Rudolf Schulz die Masken kurz abnehmen.

Wieder einmal stehen die Umzugskartons im Flur. Schreibtische und Aktenschränke werden in einen Laster gehievt. Weit muss er auch diesmal nicht fahren. Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zieht um – zumindest viele seiner Abteilungen, vom Horst-Warnecke-Haus an der Seligenstädter in die Gewerbe-Galerie an der Birkenwaldstraße.

Obertshausen – Mit einer Fläche von rund 500 Quadratmetern ist der Sozialverband jetzt Ankermieter in dem schneeweißen Bürogebäude. In den großzügigen Räumen werden künftig rund zwei Dutzend Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von vier Millionen Euro generieren, erläutert Rudolf Schulz. „Du brauchst Visionen“, argumentiert der ehrenamtliche Geschäftsführer für die Erweiterung. Und an Ideen und Engagement habe es seinem Team nie gefehlt.

Allein ihren bisherigen Vereinsvorsitzenden vermissen sie. Hermann Sommer verstarb unerwartet im Dezember, bedauert Silvia Acemi, seine Stellvertreterin. Schulz ist auch Geschäftsführer der gemeinnützigen Pflege GmbH, die neben der Versorgung von Kunden auch für die Organisation von Hauswirtschaft, betreutem Wohnen und der Demenzgruppen der Awo zuständig ist.

Zur Führung zählen auch Stefan Kaufhold, der die Immobilien GmbH mit dem Kopp- und Warnecke-Haus verwaltet. Etwa die Hälfte der Mitarbeiter ist beim Verein angestellt. Dieser zeichnet für das Essen auf Rädern, die Fahrdienste und die Waldkindergärten verantwortlich. Elf Einrichtungen betreuen unter freiem Himmel von 8 bis 14 Uhr mehr als 200 Kinder. Zu finden sind sie neben Obertshausen auch in Mühlheim und Heusenstamm. Zwei haben in der Fasanerie in Klein-Auheim ihre Zelte aufgeschlagen, je einer in Großkrotzenburg und Gründau-Gettenbach, weitere Waldkindergärten eröffnen in diesem Jahr in Nidderau-Heldenbergen und in Bad Soden-Salmünster am Wildpark.

Die Hausener Gruppe musste unlängst wegen Astbruch vom Waldpark hinter die Kleingärten an der Schwarzbachstraße verlegt werden. An der Laakirchener Straße im Stadtteil Obertshausen haben „Die wilden Erdbären“ ihr Domizil, seinerzeit der erste Waldkindergarten in der Region.

Allein diese Abteilung beschäftigt 50 Fachkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie drei Mitarbeiterinnen in der Verwaltung. „Eigentlich wollten wir 2021 einen weiteren Kindergarten einweihen“, berichtet Schulz. Dieser war in einem festen Haus mit Wald-Konzept geplant, doch im Rathaus seien die Weichen nicht rechtzeitig gestellt worden, sagt der Awo-Geschäftsführer.

Die lichtdurchfluteten Büros der Gewerbe-Galerie, die barrierefrei und auch über Seitenaufgänge erreichbar sind, beherbergen ferner die Awo-Bereiche Buchhaltung, Personalwesen, Telefonzentrale und Geschäftsführung. Für die Angebote Essen auf Rädern und Fahrdienste werden im Komplex Birkenwaldstraße 38 weitere Räume angemietet, haben sich Schulz und Galerie-Gesellschafter Axel Kuhn bereits geeinigt.

Im Horst-Warnecke-Haus wird ein Teil des bisherigen Verwaltungstrakts in Apartments für das Betreutee Wohnen umgewandelt, die Anlage verfügt dann über 24 Einheiten. Auch die Hauswirtschaft, die Demenzgruppen und der Mittagstisch bleibnen in der Ortsmitte.

Das Büro für die Mieter von 60 Wohnungen im Ingeborg-Kopp-Haus führt Ulla Moser mit zwei Kolleginnen. Dort an der Friedrich-Ebert-Straße befindet sich nun der Stützpunkt für die Pflege-GmbH mit Marcia Salem Rodriguez und ihrer Stellvertreterin Maria Pinar an der Spitze von mehr als 30 Kolleginnen und einen Kollegen.

Bei den Mobilen Sozialen Hilfsdiensten kooperieren die Obertshausener künftig mit dem Mühlheimer Ortsverein (wir berichteten). An der dortigen Unterkunft an der Fährenstraße trifft sich – sobald es die Pandemie-Situation wieder erlaubt – weiterhin eine Demenzgruppe. Das Team der Awo ist unter 06104 49484 zu erreichen. (Von Michael Prochnow)

Infos im Internet: awo-obertshausen.de

Umzug abgeschlossen: die neue Zentrale der Awo Obertshausen an der Birkenwaldstraße.

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