Weitere Schäden entdeckt

Rodaubrücke: Sanierung wird teurer

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Die Sanierung der Rodaubrücke in der Schwarzbachstraße in Hausen wird teurer und dauert deutlich länger als ursprünglich geplant. Verkehrsteilnehmer müssen auf ihrem Weg zum Friedhof, zu den Vereinsanlagen oder zur Teutonia-Gaststätte bis Mitte April mit Behinderungen rechnen.

Obertshausen - Die Sanierung der Rodaubrücke in der Hausener Schwarzbachstraße dauert deutlich länger und wird zudem um etwa 60 Prozent teurer als ursprünglich vorgesehen. Von Karl-Heinz Otterbein 

Statt 110.000 Euro wie bei der Auftragsvergabe am 16. September 2013 sind inzwischen 177.000 Euro veranschlagt, als Fertigstellungstermin ist laut Diplom-Ingenieur Roland Pfündl vom Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt und Verkehr nun Mitte April avisiert. Die ursprüngliche Planung war vom Abschluss der Arbeiten Ende Dezember 2013 ausgegangen. Grund für Verzögerung und Verteuerung: Bei den Mitte Oktober begonnenen Abstemmarbeiten im Fahrbahnbereich der Brücke wurde festgestellt, dass die Bewehrung nicht der heutigen Anforderungen entspricht.

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Die jüngste routinemäßige Überprüfung durch ein Fachbüro hatte Pfündl zufolge zwar schon ergeben, dass die Rodaubrücke erhebliche Mängel aufweist und dringend saniert werden muss. So sei festgestellt worden, dass der Stahlbeton teilweise verwittert und abgeplatzt sei, und auch der eingebaute Stahl teilweise erneuert werden müsse. Nach Beginn der Arbeiten sei dann festgestellt worden, dass der Zustand der Brückenoch schlechter sei als gedacht. „Wir haben daraufhin bei einem Fachbüro eine neue statische Berechnung in Auftrag gegeben“, erläuterte Pfündl gestern auf Anfrage. „Daher mussten die Sanierungarbeiten vorübergehend eingestellt werden.“

Nach einer erneuten Baustellenbesichtigung sei geplant, die Sanierungsarbeiten Mitte dieser Woche wieder aufzunehmen, sagte der Diplom-Ingenieur. Im Zuge der Arbeiten werde auch ein höherer Bordstein auf der Fahrbahn errichtet, um Fußgängern künftig mehr Sicherheit zu bieten. Je nach Witterung rechne er mit einer Fertigstellung bis Mitte April. Pfündl zufolge kann die Brücke auch während der Arbeiten von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern stets passiert werden. Allerdings könne es zu zeitweiligen Einschränkungen für den Verkehr kommen. So ist etwa die Brücke derzeit nur halbseitig befahrbar, der Verkehr wird durch eine entsprechende Beschilderung geregelt.

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