Wettbewerb rückt in den Hintergrund

TGS Hausen veranstaltet ihren Volkslauf zum zweiten Mal in virtueller Form

Steffen Bogdahn (links) präsentiert das Banner zum zweiten digitalen Volkslauf.
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Steffen Bogdahn (links) präsentiert das Banner zum zweiten digitalen Volkslauf.

Jährlich nehmen am Hausener Volkslauf mehr als 1000 begeisterte Sportler teil. Daher ist der Lauf für viele im Rhein-Main Gebiet ein Begriff und hat mit bisher 43 Veranstaltungen eine gewisse Tradition. Auch in diesem Jahr wird der Lauf stattfinden – jedoch erneut in digitaler Form.

Obertshausen – Bereits im vergangenen Jahr hat die Corona-Pandemie die Veranstalter der TGS Hausen zum Umdenken gezwungen. 2020 führten die Organisatoren die Veranstaltung virtuell durch. Da auch in diesem Jahr die Möglichkeiten eines reellen Laufes sehr begrenzt seien, werde man an diesem Konzept festhalten, teilt die TGS mit. „Dass Corona den Lauf auch in diesem Jahr in seiner ursprünglichen Form nicht erlauben wird, haben wir erwartet“, informiert Steffen Bogdahn, Vorsitzender der TGS Hausen. „Unsere Verantwortung gegenüber unseren vielen Helfer hat uns dann wieder zu der Entscheidung gebracht, den Lauf nicht durchzuführen – egal welche Lockerungen noch gekommen wären.“ Aber der Verein habe Corona „auch wieder nicht so einfach gewinnen lassen“ wollen, ergänzt Bogdahn mit einem Augenzwinkern.

Für 2021 bleibe also wieder der virtuelle Lauf und so wird am Sonntag, 25. Juli, der Hausener Volkslauf virtuell starten. Das Konzept dazu ist laut der Verantwortlichen denkbar einfach: Die Läufer melden sich online an und bekommen anschließend ihre Startnummer per Mail zugesandt. Diese können sie sich dann ausdrucken und am Lauftag anheften. Mit der Mail erhalten die Läufer zudem einen Link zu einem Portal, um persönliche Ergebnisse und Fotos hochzuladen. Wie der Verein mitteilt, werde das Portal nur am Lauftag von 7.30 bis 22 Uhr aktiviert sein und die Teilnehmer können auf einer beliebigen Strecke – unter Wahrung aller Coronaregeln – laufen gehen.

Die Originalstrecken werden am Lauftag markiert sein, doch grundsätzlich könne bei diesem Konzept sogar weltweit am Lauf teilgenommen werden. Im letzten Jahr habe man etwa Teilnehmer aus Berlin, Ingolstadt, Aschaffenburg und Leverkusen registriert. Ein Sportler habe sogar einen Berglauf vom Hahnenköpfle über Faschina nach Garsella gemacht. „Das würden wir dieses Jahr natürlich gerne wieder erleben“, meint Bogdahn.

Aus allen eingegebenen Läufen werden dann Ergebnislisten und Urkunden erstellt.

Alle Angaben erfolgen auf Vertrauensbasis und der Wettbewerb rücke in den Hintergrund. „Auch 2021 steht nur eine Sache im Fokus: unsere Liebe zum Laufen“, fasst Bogdahn die Idee des virtuellen Laufs zusammen. Mit diesem Konzept habe der Verein bereits im vergangenen Jahr tolle Erfahrungen gemacht und wolle daher an der Umsetzung festhalten.

Die Teilnahme am Lauf ist kostenfrei. Der Verein freue sich allerdings über Spenden zur Förderung ihrer Jugendarbeit. Durch die Coronakrise seien auch der TGS viele Einnahmen entfallen.

Das Kinder- und Jugendtraining ist traditionell in einem Verein ein Zuschussgeschäft und muss durch andere Einnahmen gedeckt werden, erläutert der Verein in der Pressemitteilung zum Lauf. „Die TGS Hausen betreut rund 600 Kinder- und Jugendliche und entsprechend wichtig ist uns eine Fortführung dieser Arbeit“, betont der Vorstand der TGS.

Die Veranstalter hoffen vor allem auf ein sehr breites Teilnehmerfeld. „Wir sind sehr gespannt wie viele Läufer es am Ende sein werden – die 1000 gilt es zu schlagen“ sagt Bogdahn. Die Anmeldung zum Lauf sowie weitere Informationen findet man online. (jmg)

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