Arbeitsplatzabbau

Widerstand gegen Pläne von Magna

Obertshausen - Gegen den Arbeitsplatzabbau beim Automobilzulieferer Magna in Obertshausen formiert sich Widerstand.

Die in der IG Metall organisierten Mitarbeiter des Unternehmens haben beschlossen, sich gegen den Jobabbau und die geplanten Einsparungen von sechs Millionen Euro zu wehren, wie Gewerkschaftssekretär Peter Wich unserer Zeitung sagte. Zudem wollen sich die IG-Metall-Mitglieder nach seinen Worten dafür einsetzen, dass die befristet Angestellten im Betrieb bleiben können. Wich konnte nicht sagen, wie viele Mitglieder die IG Metall in der Belegschaft von Magna hat. Zurzeit würden aber immer mehr Mitarbeiter in die Gewerkschaft eintreten. „Das ist klar, bei dem, was da passiert. “ Magna wollte sich nicht zu den Angaben äußern.

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Der Automobilzulieferer hatte ein Programm zum freiwilligen Ausscheiden von Beschäftigten angekündigt. Es kann von 80 Mitarbeitern genutzt werden. Das Programm sei „von der Dotierung her relativ schlecht“, berichtete Wich. Für Kollegen, die arbeitslos würden, sei es „völlig unattraktiv“. Magna bietet Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, nach den Worten von Wich 70 Prozent des Bruttogehalts für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit an. Darüber hinaus gebe es eine „Sprinterprämie“: Zusätzlich wolle Magna 20 Prozent vom Brutto zahlen, wenn sich Angestellte bis zum 14. Februar entscheiden. Zu den Aussichten des Programms sagte Wich: „Ich glaube, es sieht nicht gut aus.“

Magna hatte im Dezember eine Restrukturierung angekündigt. In dem Werk in Obertshausen sollen etwa 230 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zudem sollen laut IG Metall sechs Millionen Euro eingespart werden. 

(ku)

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