Städtebauliches Konzept

Wohnraum im Fokus

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Auf dem Gelände der ehemaligen Fröbel-Schule soll sich nach dem Willen der Politik bald etwas tun. Zunächst muss jedoch ein städtebauliches Konzept her.

Obertshausen - Im vergangenen Jahr ging das Gelände der ehemaligen Fröbel-Schule zurück an die Stadt. Jetzt beschäftigt sich das Stadtparlament mit dessen Zukunft. Von Thomas Holzamer 

Zusätzlichen Wohnraum, eine Sportstätte und eine weitere Kita – über die künftige Nutzung des Geländes der ehemaligen Friedrich-Fröbel-Schule im Stadtteil Hausen haben sich die Fraktionen von CDU und SPD Gedanken gemacht. Nachdem die Stadt sich im vergangenen Frühjahr nach jahrelangen Streitigkeiten mit dem Kreis Offenbach über das Grundstück geeinigt hat, ging dieses Ende September zurück an die Stadt Obertshausen. Nun möchten die Christ- und Sozialdemokraten mit einem Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 8. Februar den Magistrat mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts beauftragen. Dieses umfasst neben dem Gelände der 2009 geschlossenen Schule einschließlich des Parkplatzes an der Kurt-Schumacher-Straße auch die westlich liegenden Grundstücke bis zum Marktplatz.

Geht es nach den Wünschen der Großen Koalition, soll auf dem Areal künftig vor allem zusätzlicher Wohnraum entstehen. Dazu soll zunächst das – nicht zuletzt durch den jahrelangen Leerstand – inzwischen marode Schulgebäude abgerissen werden. An dessen Stelle könnte ein mehrgeschossiges Gebäude entstehen, das sich architektonisch in sein Umfeld einfügen und – beispielsweise durch einen Uhren-Turm – an das Erscheinungsbild des einstigen Schulhauses erinnern soll. Dieses soll, so das Anliegen des Bündnisses, vorrangig Platz für bezahlbaren Wohnraum für untere und mittlere Einkommen bieten.

Der verbleibende Teil des Geländes könnte in Form von einzelnen Grundstücken für private Wohnbebauung genutzt werden. Bei der Vergabe der Parzellen sollen nach Ansicht der Koalition ortsansässige Familien bevorzugt werden, die die Grundstücke zum Bau von selbst genutztem Wohnraum möchten.

Da mit der Schaffung von zusätzlichem Wohnraum auch der Bedarf an ohnehin schon raren Plätzen in der Kinderbetreuung weiter steigen dürfte, soll auch der Bau einer zusätzlichen Kita im Stadtgebiet nicht unberücksichtigt bleiben. Mittel für eine dahingehende Planung hatten die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung bereits in den jüngst beschlossenen Haushalt eingeplant. So könnte diese Kindertagesstätte nach Ansicht der GroKo auch auf dem Gelände der Fröbel-Schule gebaut werden. Eine weitere Möglichkeit, wäre der einstige YMOS-Standort für den mit dessen Eignerin, der Cura GmbH, in diesem Jahr noch ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden muss.

Ebenfalls sieht die Planung von SPD und CDU die Ansiedlung einer Turnhalle – ebenfalls vorrangig auf dem YMOS-Gelände – vor. Ziel der Koalition sei es, auch zukünftig eine Turnhalle im Ortsteil zu haben, die von ortsansässigen Vereinen sowie für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden könne, so die Begründung. Für den Fall, dass dies auf dem einstigen Firmenareal nicht machbar sei, soll das Konzept für das Schulgelände alternativ den Erhalt mit Sanierung der dortigen Turnhalle oder ihren Neubau berücksichtigen.

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