Zeit und Aufwand im Blick

FDP Obertshausen will Vergabe der Wohnungsverwaltung an externe Dienstleister prüfen

Das Wohnhaus in der Bachstraße 17-19 ist eine der zahlreichen Immobilien, um die sich das Team des städtischen Gebäudemanagements kümmert.
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Das Wohnhaus in der Bachstraße 17-19 ist eine der zahlreichen Immobilien, um die sich das Team des städtischen Gebäudemanagements kümmert.

Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen oder Bewohnerwechsel – um die Verwaltung der städtischen Immobilien kümmert sich in Obertshausen die Stadtverwaltung selbst – mit entsprechendem Zeit- und Personalaufwand. Ob sich das für die Stadt lohnt, will nun die FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung klären und den Magistrat mit einer dementsprechenden Prüfung beauftragen.

Obertshausen – Diese könnte als Basis für die Entscheidung dienen, ob dies auch zukünftig so bleiben soll, oder die Stadt dem Beispiel anderer Kommunen folgt, die die Verwaltung ihrer Immobilien in eigene Wohnungsbaugesellschaften ausgelagert oder an externe Dienstleister vergeben haben.

So heißt es im Antrag: „Der Magistrat wird gebeten zu prüfen, ob und zu welchen Kosten und Bedingungen die Verwaltung der städtischen Mietwohnungen (Nebenkostenabrechnung, Mietverträge, Wohnungsübergaben, Mängelfeststellung, etc.) an externe Dienstleister vergeben werden kann.“ Dabei sollen nach dem Wunsch der Freidemokraten auch die Interessen der von einer Auslagerung betroffenen Mitarbeiter berücksichtigt werden. Über das Ergebnis der Prüfung, so die Fraktion, solle zeitnah im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss berichtet werden.

Der Antrag selbst ist dabei nicht neu. Gestellt hatten ihn die Freidemokraten bereits im Jahr 2019 schon einmal, damals jedoch zunächst wieder zurückgezogen, nachdem seitens der Verwaltung auf eine laufende Organisationsanalyse verwiesen worden war. Deren Ergebnisse liegen inzwischen vor, bieten jedoch nach Ansicht der Fraktion keine Entscheidungshilfe. „Leider ergab die Organisationsanalyse für Bauhof und Gebäudemanagement keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass diese Fragestellung auch nur angeschnitten wurde“, schreibt Fraktionsvorsitzende Elke Kunde. Daher stelle die Fraktion den Antrag erneut, da die Gelegenheit, über eine Neuvergabe nachzudenken, derzeit vorhanden sei. So habe die Verwaltung vergangenen März bei der Beantwortung von Fragen der Stadtverordneten zum Gebäudemanagement unter anderem mitgeteilt, dass die geplante Anschaffung einer neuen Software für die Verwaltung der städtischen Wohnungen „gravierend verschoben“ werde. „Dies gibt Gelegenheit, eine Neuordnung in Betracht zu ziehen und eine Fremdvergabe zu prüfen“, findet die FDP.

Auch im Hinblick auf mögliche personelle Veränderungen sehen die Freidemokraten mögliche Synergien bei der schrittweisen Neuordnung der publikumsrelevanten Bereiche in Richtung „Service-Rathaus“ am Standort Beethovenstraße. So könnten mittelfristig Mitarbeiter des Gebäudemanagements für andere Aufgaben in diesem Bereich geschult werden.

In der heutigen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr wird über den Antrag beraten.

(Von Thomas Holzamer)

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