Zurück zur Normalität

Der Kleingärtnerverein Obertshausen feiert 50-jähriges Bestehen

Einige langjährige Mitglieder des Kleingärtnervereins Obertshausen erhielten bei der Hauptversammlung eine Ehrung.
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Einige langjährige Mitglieder des Kleingärtnervereins Obertshausen erhielten bei der Hauptversammlung eine Ehrung.

„Wir wollen unsere gewohnten Feste wieder feiern!“ Der Kleingärtnerverein (KGV) Obertshausen präsentierte sich in seinem Jubiläumsjahr fest entschlossen, auch mit dem geselligen Leben zur Normalität zurückzukehren. Knapp die Hälfte der Pächter der 97 Gärten am Rembrücker Weg fand sich jetzt zur Hauptversammlung im Bürgerhaus ein, die auch Ehrungen langjähriger Mitglieder und die Neuwahl des Vorstands umfasste.

Obertshausen – Ehrenvorsitzender Hans-Jürgen Möser übernahm die Wahlleitung und bedankte sich beim alten Vorstand. Siegfried Wilz bleibt Erster Vorsitzender, für Hans-Jörgen Schuster, der nicht mehr als zweiter Mann in der Führung kandidierte, wurde Peter Mennig gewonnen. Kassierer ist weiterhin Dieter Bräuning, Schriftführerin Evelyn Stiller. Beisitzer sind nun Schuster, Manuel Romero und Carolin Chlipek, als Ersatz-Kassenprüfer wurde Walter Rebell gefunden. Dem Vergnügungssausschuss gehören Christian Schmitt, Holger Kratz, Alexander Reinhard, Kerstin und Hans Krahl an. Alle Kandidaten wurden ohne Gegenstimme gewählt.

Bereits bei einer akademischen Feier im Sommer auf dem Hans-Möser-Platz in der Anlage ehrte der Vorstand Gründer und weitere Gartenfreunde, die vor 50 Jahren einen Garten übernommen haben: Günter Schink, Dieter Werder, Horst Jacobi, Karl Jäschke und Ehrenvorsitzender Möser. Seit vier Jahrzehnten dabei sind Klaus Dieter Weirich, er bekommt das Verbandsabzeichen in Gold, mit dem silbernen wurden Renate Ludwig, Johann Renz, Maria Romstein, Dieter Bräuning, der seit 34 Jahren Kassierer ist, Franz Mittermüller, Klaus Pfennig, Augustin Scholz, Hubert Schlaug, Heinz Heining, Manfred Schulze, Karl Welz, Heinrich Früchel, Josef Kijas, Wolfgang Kottmeier und Walter Schirholz ausgezeichnet.

Schirholz war 28 Jahre im Vergnügungsausschuss und im geschäftsführenden Vorstand tätig. „Wir haben den Verein immer prächtig repräsentiert“, lobte er sein Team und rief alle auf: „Bleibt dem Verein treu!“.

Lob erhielt auch Hans-Jörgen Schuster, der sich 22 Jahre im Vergnügungsausschuss und acht Jahre parallel im Vorstand tätig war. Der Obertshausener Bestatter Otmar Becker wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt, weil er seit vielen Jahren schwere Arbeitsgeräte zur Verfügung stellt.

„Wie alle Vereine hat auch uns die Corona-Pandemie stark beeinflusst“, begann Wilz seinen Bericht. „Weil die Hygienerichtlinien bei uns nicht erfüllt werden konnten, hat der Vorstand beschlossen, dass keine Veranstaltungen laufen“, resümierte er. „Unsere Ausgaben haben wir auf ein Minimum zurückgeschraubt, sodass wir mit der Erhöhung der Abschlagszahlungen für Strom, Wasser, Fäkalienabfuhr, Versicherung und andere bezahlen konnten“, betonte der Sprecher.

Die bisher beauftragte Entsorgungsfirma hat den Betrieb eingestellt, der KGV musste ein neues Unternehmen finden. Die günstigste Firma wurde ausgewählt, aber die Kosten seien trotzdem doppelt so hoch. Die Industriespülmaschine sei kaputtgegangen, laut Hersteller gebe es keine Ersatzteile mehr. Der Vorsitzende habe Sponsoren angesprochen und warte auf Rückmeldung. Der Anhänger sei nicht durch den TÜV gekommen, sodass auch hier Ersatz gefunden werden müsse.

Für die Feier des 50-jährigen Bestehens zahlte jedes Mitglied mindestens zehn Euro. Die fast 3 800 Euro für das ausgefallene Jubiläumsfest fließen nun in die Vereinskasse, entschied die Runde einmütig. „Wir kaufen nur, was wir brauchen“, versicherte Wilz. Den Antrag, die Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr abzuschaffen, dafür samstags ab 13 Uhr sowie sonntags auf Motorgeräte zu verzichten, erteilten die Gartenfreunde eine Absage. „Die Hühner nebenan halten sich auch nicht an diese Zeiten!“, hieß es. Berufstätige müssten schon am Wochenende Arbeiten ausführen können.

Wilz wies auf den Kontrollgang des Vorstands an die Gärten hin. „Bei verwilderten Parzellen und mehrfachen Mahnungen kann den Pächtern gekündigt werden.“ Der KGV werde zudem am Weihnachtsmarkt teilnehmen. (Von Michael Prochnow)

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