Blick in die Zukunft

Obertshausens Hermann-Hesse-Schule will der DFB-Elite beitreten

Gast aus dem Rathaus: Bürgermeister Manuel Friedrich (von links) zu Besuch bei der stellvertretenden Schulleiterin Simone Jentzsch und Schulleiter Ulrich Schmidt.
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Gast aus dem Rathaus: Bürgermeister Manuel Friedrich (von links) zu Besuch bei der stellvertretenden Schulleiterin Simone Jentzsch und Schulleiter Ulrich Schmidt.

Die Hermann-Hesse-Schule in Obertshausen hat großes vor: Zusammen mit den Kickers Offenbach will sie „Eliteschule des Fußballs“ werden.

Obertshausen – Heiß wabert die Sommerhitze über dem grauen Pflaster des Pausenhofs der Hermann-Hesse-Schule (HHS). Der liegt jetzt, in der letzten Ferienwoche, noch beinahe verlassen da. Doch nur beinahe, denn zu tun hat das Kollegium um den kommissarischen Schulleiter Ulrich Schmidt noch einiges, bevor es am kommenden Montag wieder losgehen kann.

Das Stundenplan-Team um die stellvertretende Schulleiterin Simone Jentzsch verändert den Stundenplan nach den letzten Vorgaben des Kultusministeriums. Hausmeister Witold Nowack klebt Streifen auf Treppen und Flurböden, die den Einbahnverkehr der Schüler im Gebäude regeln werden. Und zwischendrin lernen die 35 Schüler der Ferienakademie. Und dann bekommt das Team Besuch aus dem Rathaus: Bürgermeister Manuel Friedrich, einst selbst Schüler an der HHS, hat sich angekündigt. Er will sich über die Entwicklung an seiner alten Schule informieren.

Von Schulleiter Ulrich Schmidt erfährt er, dass sich die Einrichtung als die weiterführende allgemeinbildende Schule der Stadt Obertshausen sieht. Als kooperative Gesamtschule verfüge sie über ein differenziertes Angebot, dass allen Bedürfnissen gerecht werden könne.

Stolz ist man im Hasenwinkel vor allem auf das Konzept der Sportklassen im Gymnasial- und Realschulzweig. Deren Schüler können zusätzlich zum regulären Sportunterricht wöchentlich zwei weitere Stunden in einer Profilgruppe klassenübergreifend unter Leistungsgesichtspunkten trainieren. Zudem hat die Schule die Aufnahme in den Kreis „Eliteschule des Fußballs“ des Deutschen Fußball-Bundes beantragt und als Kooperationspartner Kickers Offenbach ins Boot geholt. Unterstützung bekommt die HHS dabei auch von der Stadt, erläutert Friedrich. Diese stellt der Schule das Sportzentrum an der Badstraße täglich in den Morgenstunden als Trainingsplatz zur Verfügung.

Dank dafür gibt es von Ulrich Schmidt. Zudem sehe die Schulleitung weitere Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit in der Jugendarbeit und in kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen. Bereits jetzt komme der Kooperation mit örtlichen Sportvereinen und der Musikschule eine besondere Bedeutung zu. Ähnlich sieht es auch Rathauschef Friedrich, der die Anstrengungen der Stadt bei der Jugendarbeit hervorhob und viele Verbindungen zur Schule sieht. So hatten sich die Stadtverordneten unter anderem bereits mit der Frage nach dem Bau eines neuen Jugendzentrums neben der Schule beschäftigt (wir berichteten).

Auch die Verkehrssituation rund um diese und die benachbarte Georg-Kerschensteiner-Schule ist bei dem Besuch Thema. So findet Friedrich den schon einmal von einem runden Tisch gemachten Vorschlag interessant, die Fahrradhalle mit einem Zugang an die Straße anzubinden, sodass die Schüler nicht mehr mit ihren Drahteseln über den Schulhof fahren müssten. (thh)

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