Verändertes Ausstellungskonzept: Nur Kunst und sonst nichts

Abgespeckte Rodgau-Art

Gemälde auf der Einladungskarte und dem Plakat.
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Von der Aktualität eingeholt: Zufällig sieht es so aus, als würde die Person auf dem Ausstellungsplakat eine Maske tragen.

Ganz anders als sonst soll die Rodgau-Art Ende des Monats stattfinden: Fürs Wochenende 31. Oktober und 1. November ist ein Kunstfest im Bürgerhaus Nieder-Roden geplant, das ohne Begleitveranstaltungen auskommen muss. Es gibt nur Kunst und sonst gar nichts.

Nieder-Roden – Freilich kann man versuchen, der Sache etwas abzugewinnen, wenn Vernissage, Führungen, Gespräche mit den Künstlern und Catering coronabedingt ausfallen müssen: von „Experiment“, „eine Chance“, „pur“ und „fokussiert auf die Kunst“ war da die Rede, als die Verantwortlichen das Konzept für die beliebte Schau vorstellten.

Allein zur Vernissage sollen bei der jüngsten Ausgabe der Ausstellung mehr als 250 Gäste erschienen sein. Doch auch Sekt und Häppchen sind diesmal gestrichen. Maximal 250 Besucher dürfen sich nun zeitgleich im Bürgerhaus tummeln. Auch die Künstler selbst sind nicht anwesend, obwohl das ein besonderes Markenzeichen der Rodgauer Präsentation war.

Doch in der Reduktion aufs Wesentliche sehen die Macher die einzige Möglichkeit, um das Angebot überhaupt aufrechtzuerhalten – zumindest unter den jetzigen Bedingungen. Steigen die Infektionszahlen weiter, muss mit der Absage der Präsentation gerechnet werden.

Mit Einbahnregelungen durch Stellwände und erweiterten Öffnungszeiten, soll Gedränge vorgebeugt und so viel Sicherheit wie möglich geboten werden. Sogar auf Sitzmöglichkeiten und Stehtische wird verzichtet.

An 76 Stellplätzen sind unterschiedlichste Werke aus allen Genres zu sehen. Künstlerinnen sind diesmal deutlich in der Überzahl und 37 Aussteller präsentieren sich zum ersten Mal in Rodgau. Die Nachfrage der Künstler ist ungebrochen. Gabriele Ziegler von der Agentur für Sport, Kultur und Ehrenamt, kann bei der Auswahl der Aussteller aus dem Vollen schöpfen. Das belegt, dass die Rodgau-Art sich längst einen guten Namen gemacht hat.

Der Katalog wird den Besuchern diesmal besonders ans Herz gelegt: Denn in der Broschüre, die für zwei Euro angeboten wird, ist noch Einiges über die Künstler zu erfahren. Außerdem können Kauflustige sich per Mail oder Telefon mit ihnen in Verbindung setzen.

Beim Besuch im Bürgerhaus Nieder-Roden an der Römerstraße werden am Eingang die Kontaktdaten der Besucher erfasst. Außerdem müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Die Präsentation ist für Gäste geöffnet am Samstag, 31. Oktober, in der Zeit von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag, 1. November, zwischen 14 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. (Von Simone Weil)

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