Alles unter einem Dach

A3 bei Offenbach: Raststätte der Zukunft eröffnet – technische Probleme am ersten Tag

Zu den ersten Gästen in der neuen Raststätte Weiskirchen-Nord gehörte diese fünfköpfige Familie aus den Niederlanden.
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Zu den ersten Gästen in der neuen Raststätte Weiskirchen-Nord gehörte diese fünfköpfige Familie aus den Niederlanden.

An der Autobahn-Raststätte Weiskirchen-Nord ist die Zeit der Dixi-Klos vorbei. Die neue Tank- und Rastanlage bei Rodgau (Kreis Offenbach) ist seit gestern in Betrieb.

Weiskirchen-Nord - Das schwarze Gebäude mit großen Glasflächen und Blechdach bei Rodgau ist das, was Bauherrin Tank & Rast eine „Kompaktanlage“ nennt: Tankstellenshop, Gastronomie und Sanitäranlagen unter einem Dach. Der Innenraum ist zwar optisch in vier Zonen getrennt, aber ohne Zwischenwände. Man kann von einem bis zum anderen Ende durchgehen. Das war in der alten Raststätte nicht möglich.

Der Gastraum des Gewerbeparks umfasst knapp 360 Quadratmeter, das sind 100 mehr als bisher. Zurzeit finden etwa 100 Gäste an den Tischen Platz, nach der Pandemie sollen es 126 sein. Zusätzlich gibt es eine überdachte Terrasse direkt neben dem kleinen Kinderspielplatz. Der Spielplatz ist vorläufig gesperrt, weil der Zaun noch fehlt. Das war nicht das einzige Manko zur Eröffnung: Wegen eines technischen Fehlers konnten die ersten Kunden gestern nicht mit Karte bezahlen.

Raststätte an der A3 bei Rodgau (Kreis Offenbach) in bester Lage

Das Gastronomie-Konzept ist dreigeteilt. Es gibt eine Kaffeebar, einen Mc Donald’s und eine Küche, in der kleine Gerichte frisch zubereitet werden. Auf der Speisekarte stehen Nudeln, Salate, Pizza, Schnitzel und dergleichen – alles, was in weniger als zehn Minuten servierfertig ist.

Für die Tank-&-Rast-Gruppe gehören die beiden Autobahn-Raststätten bei Weiskirchen zu den größeren Anlagen, wie Phil Binz von der Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens sagt. Durch die Lage an einer Hauptreiseroute seien beide Standorte gut frequentiert. Das Hotel mit 67 Zimmern auf dem Gelände der Raststätte Nord werde unter anderem von Messebesuchern genutzt.

Bei Fernfahrern beliebt sind die beiden Autobahn-Raststätten bei Weiskirchen. Auch Urlaubs- und Geschäftsreisende legen dort eine Pause ein. Auf dem Luftbild von 2019 ist rechts unten noch die alte Tank- und Rastanlage Nord zu sehen.

Raststätte an der A3 bei Rodgau (Kreis Offenbach) kostet 6,8 Millionen Euro

Die Tank-&-Rast-Gruppe (Bonn) betreibt rund 400 Raststätten an den deutschen Autobahnen. Der Neubau bei Weiskirchen an der A3 hat rund 6,8 Millionen Euro gekostet. Diese Raststätte wird im Franchise-System von der Areas Autobahn Ost GmbH (Köln) betrieben. Die Zahl der Arbeitsplätze in Weiskirchen-Nord beziffert Areas-Regionalleiter Matthias Otto mit 35 bis 40. In der Gastronomie sei es zurzeit allerdings schwierig, neue Mitarbeiter zu gewinnen. (Ekkehard Wolf)

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