Verborgenes Blumenreich in Rodgau: Christel Baum öffnet ihr Hoftor für unsere Leser

Arbeit wird mit Blüten entlohnt

Die Wassertreppe hat fast meditativen Charakter.
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Die Wassertreppe hat fast meditativen Charakter.

Ihre Hofreite an der Nieuwpoorter Straße hat Christel Baum in ein Blumenparadies verwandelt. Wenn sich die Tür öffnet, sind Rispen- und Bauernhortensien, Zierahorn, Dipladenien und Petunien zu sehen, die blühen, was das Zeug hält.

Dudenhofen – Ein großer Rosenbusch und ein blauer Hibiskus machen der Hobbygärtnerin in diesem Sommer besonders viel Freude. „Den Hibiskus hatte ich stark zurückgeschnitten“, wundert sich die Hausherrin selbst über die opulente Pracht der Pflanze. Den grünen Daumen habe die Mutter vererbt. „Bei uns daheim haben immer Joghurtbecher gestanden, in denen irgendein Pflänzchen vermehrt wurde“, erzählt Christel Baum.

Die Begeisterung fürs Gärtnern sei mit ihrem Ruhestand vor über zehn Jahren, spätestens aber mit dem Tod ihres Mannes erwachsen. Nach und nach hat sie den Hof liebevoll umgestaltet: angefangen bei der schönen Pflasterung bis zu den Pflanzen, die mit allerlei hübschem Zierrat immer wieder kleine Ruhepole und Sitzmöglichkeiten begleiten.

Das Hobby macht richtig Arbeit: Fürs Gießen und Abzupfen verwelkter Blüten und brauner Blätter geht täglich mindestens eine Stunde Zeit drauf, schätzt die Seniorin. „Noch bin ich fit und kann das alles machen“, freut sich die Mutter zweier Söhne. Doch es ist sei auch immer wieder eine große Freude für sie, wenn alles grünt und blüht „und so schön ist“.

Als jüngst ein Freund vorschlug, sie solle doch wenigstens den Lesern der Offenbach-Post einmal Einblick in ihr besonderes Kleinod gewähren, ließ sie sich ausnahmsweise darauf ein. Denn bei den Aktionstagen „Offenen Gärten“ hat sie noch nie beteiligt und fremden Besuchern die Tür geöffnet.

Die „Original-Dudenhöfern“, wie Christel Baum sagt, ist gelernte Verkäuferin und hat viele Jahre bei Toom in Dudenhofen gearbeitet. Die Familie habe früher selbst einmal ein Lebensmittelgeschäft im Ort betrieben, mit einem kleinen Handwagen seien außerdem Obst und Gemüse verkauft worden, berichtet die 73-Jährige.

Die zweite Vorsitzende der Landfrauen organisiert regelmäßig die Fahrradausflüge für die zwischen 30 und 35 Teilnehmerinnen und lässt im Sommer meistens das Auto stehen. „Da fahre ich lieber jeden Tag 20 Kilometer mit dem Rad“, verrät die agile Dame ihr Fitness-Rezept. (Von Simone Weil)

Eine liebevoll gestaltete Blumenoase nennt Christel Baum ihr eigen.
Überall sind nette Sitzplätze zu finden.

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