Außergewöhnliche Schaffenskraft: Bernd-Michael Land und Friedhelm Meinaß

Stadt Rodgau ehrt zwei Künstler mit dem Kulturpreis

Alles, außer gewöhnlich ist die hiesige Kulturszene: Ehrung für Friedhelm Meinaß (am Pult) und Bernd-Michael Land (rechts, hinten).
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Alles, außer gewöhnlich ist die hiesige Kulturszene: Ehrung für Friedhelm Meinaß (am Pult) und Bernd-Michael Land (rechts, hinten).

Bernd-Michael Land und Friedhelm Meinaß wurden mit dem Rodgauer Kulturpreis 2019 ausgezeichnet. Eigentlich wird der Kulturpreis bereits im April vergeben. Corona stoppte diese und auch eine weitere geplante, den Coronaregeln angepasste Veranstaltung und so erhielten die Künstler diesen großen Preis leider nur im kleinsten Kreise.

Rodgau - Die Preisträger haben viel gemein: Teilnahmen an der Kunstausstellung Rodgau-Art, ihre Musikalität, die künstlerische Anerkennung weit über die Heimatgrenzen hinaus und die Verbundenheit zu Rodgau. Diese lässt sich im Wirken der beiden und in einigen Werken erkennen. Sammelt Bernd-Michael Land die Klänge und Töne Rodgaus, rockt Friedhelm Meinaß seine Stadt mit den Kollegen der Band „Hard2Remember“. Die Stadt Rodgau zeichnet mit der Verleihung des Kulturpreises zwei Menschen mit einer außergewöhnlichen Schaffenskraft und einem beeindruckenden Werdegang aus.

Friedhelm Meinaß wurde bereits mit 15 Jahren in der Amsterdam School Of The Arts aufgenommen und studierte später Formgestaltung und Grafik an der Werkkunstschule in Darmstadt. Schon früh stellte Meinaß seine Werke auf Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland aus. Große Namen sind darunter wie die Art Basel, Frankfurter Buchmesse oder auch das Centre Pompidou in Paris. Das Gestalten von Schallplatten-Covers unter anderem für Nina Hagen, Wolf Biermann oder Billy Joel und seine Tätigkeit als Produktgestalter und Logo-Entwickler etwa für Davidoff oder Glenfiddich gehören zu seinem beruflichen und künstlerischen Repertoire ebenso wie die Skulptur „Solidas“ vor dem Bürgerhaus Nieder-Roden.

Bernd-Michael Land wohnt erst seit ein paar Jahren in Rodgau, hat sein Herz aber an seine neue Heimat verloren – stand doch der ehemalige Mittelwellensender des Hessischen Rundfunks in Weiskirchen auf dem Album „Transmitter 594 kHz“ im Mittelpunkt. Seit den 70er Jahren produziert Land überwiegend eigene Kompositionen und diese passen, ebenso wenig wie der Musiker, Sounddesigner und Klangkünstler selbst, in „keine Schublade“. Mehrfach ausgezeichnet gilt er als ein Pionier elektronischer Musik. Irgendwie anders sind seine Sammel-Leidenschaft für Geräusche und das Hörbarmachen von oftmals für das menschliche Ohr Unhörbarem wie etwa der Flug einer Fledermaus. Mit Meinaß und Land wird deutlich, wie bunt, interessant und „alles, außer gewöhnlich“ die Rodgauer Kulturszene ist.

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