Bürgerbeteiligung geht in die nächste Runde:

Beim Stadtumbau kann jeder mitreden

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So groß ist das Gebiet für den Stadtumbau zwischen Rodau und Rodgausee. Für Veränderungen, die Geld kosten, gibt es Landeszuschüsse bis zu 63 Prozent.

Dudenhofen -  Der geplante Stadtumbau in Dudenhofen nimmt Formen an. In einer öffentlichen Projektwerkstatt am Mittwoch, 8. August, stellt die Stadt erstmals Vorschläge für Veränderungen vor.

So intensiv wurden Bürger in Rodgau schon lange nicht mehr an einer Planung beteiligt. In zwei Stadtrundgängen und einer sogenannten Leitbildwerkstatt konnten sie im Mai und Juni ihre Ideen äußern und daraus Ziele formulieren. Eines dieser Ziele ist die „Schaffung lebendiger Räume, Straßen und Plätze“. Nun gibt es bald greifbare Vorschläge. Auch dabei können die Bürger mitreden. Die Projektwerkstatt am 8. August von 18 bis 21 Uhr im Bürgerhaus Dudenhofen ist öffentlich. Wer zuhören und mitreden möchte, kann einfach kommen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Bürgermeister Jürgen Hoffmann freue sich auf einen weiteren kreativen Austausch mit den Bürgern zur Gestaltung ihres Stadtteils, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus: „An diesem Abend werden wir den nächsten Schritt im Planungsprozess gehen und auf Grundlage unseres gemeinsam erarbeiteten Leitbildes und den weiteren Ideen aus der Bürgerschaft konkrete Vorschläge für Maßnahmen und Projekte im Stadtumbaugebiet vorstellen.“ Die Vorschläge stehen an diesem Abend zur Diskussion. Die Teilnehmer können sie um eigene Ideen ergänzen und eine Reihenfolge der Prioritäten verschlagen.

Die Ergebnisse des Abends fließen nach einer fachlichen Bewertung in das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ein, das Ziele und Bedingungen des Umbauprozesses festlegt sowie die Projekte auflistet. Bis Ende Oktober soll das Konzept fertig sein. Es wird dann beim hessischen Umweltministerium eingereicht. Nur für das, was im ISEK steht, kann man in den nächsten zehn Jahren Zuschüsse beantragen und erhalten. Sowohl öffentliche als auch private Vorhaben können gefördert werden, und zwar mit knapp zwei Drittel der Kosten (62,93 Prozent).

Rodgau wurde im zweiten Anlauf in das Förderprogramm „Stadtumbau Hessen“ aufgenommen. Das Plangebiet mit dem Titel „Stadtumbau Rodgau zwischen Rodau und Rodgausee umfasst einen großen Teil Dudenhofens und reicht jenseits der Kreisquerverbindung bis an die Bebauungsgrenze Jügesheims. Auch ein Teil der Rodgau-Ringstraße und die derzeitige Rettungszufahrt zum Badesee sind einbezogen.

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Im Rathaus ist die Geografin Mareike Seebeck für den Stadtumbau zuständig. Sie arbeitet dabei mit Fachleuten des Unternehmens „NH Projekt Stadt“ zusammen, das im Auftrag der Stadt Rodgau tätig ist. „Der Stadtumbau soll das Profil Dudenhofens weiter schärfen und den Stadtteil zugleich als familienfreundlichen und sozial ausgewogenen Wohn- und Versorgungsstandort stärken“, kündigt Bürgermeister Jürgen Hoffmann an.

Erste Ergebnisse der Projektwerkstatt vom 8. August werden zwei Tage später auf dem Dudenhöfer Bierfest präsentiert. An einem Infostand vor dem Bürgerhaus kann man sich am Freitag, 10. August, zwischen 17 und 20 Uhr über den aktuellen Stand des Stadtumbauprozesses in Dudenhofen informieren. Bürgermeister Hoffmann: „Wir wollen die Chance auf dem Bierfest nutzen und das Thema Stadtumbau weiter in die Köpfe der Menschen bringen. Denn jeder kann sich bei der Entwicklung des Stadtteils einbringen – wir freuen uns über jeden, der diese Chance auch nutzt.“ (eh)

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