Berufsinformationswoche an der Claus-von-Stauffenberg-Schule

Plan B für alle Fälle

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Die Berufsinfomationstage an der Claus-von-Stauffenberg-Schule nutzen Malin, Naila, Pauline und Jannika (von links) nach dem Besuch eines Vortrags sogar noch für einen Abstecher an die Fachhochschule Darmstadt.

Dudenhofen – Wie geht es nach der Schule weiter? Studieren oder eine Ausbildung absolvieren? Welches Fach oder welches Handwerk kommen in Frage? Viele Schüler tun sich schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. Schließlich hängt ihre Zukunft davon ab. Von Simone Weil

Umso wichtiger ist es, frühzeitig auszuloten, wo persönliche Fähigkeiten, Stärken und Interessen liegen. Als Hilfe soll den Claus-von-Stauffenberg-Schülern der Jahrgangsstufe 12 dabei die Berufsinformationswoche dienen, die seit gut zehn Jahren an der gymnasialen Oberstufe organisiert wird. Duales Studium im gehobenen Polizeidienst, eine Ausbildung bei einer Versicherung oder eine Musicalkarriere: Mögliche Arbeitgeber stellen sich den Schülern im Laufe dieser Woche vor.

Ob den Schülern die mehr als 50 Veranstaltungen und die externen Angebote wie etwa der Tag der offenen Tür an der Universität Mainz mehr Klarheit bringen? Lehrerin Melanie Djukic, die die Bildungsveranstaltung gerade organisiert hat, weiß aus den vielen Rückmeldungen, dass die Resonanz sehr unterschiedlich ist: Da manche ganz genau wüssten, was sie nach der Schule machen wollten, brächte denen die Woche wenig, sagt die Pädagogin. Anderen wiederum, die noch völlig ohne Plan seien, verschaffe die Orientierungswoche einen Überblick. Sie rät den bereits entschiedenen Schülern sicherheitshalber zu einem Plan B, also einer Alternative, falls nicht alles so läuft wie geplant. „Wir legen den Fokus hier außerdem nicht auf Ausbildung, sondern verweisen auf externe Angebote wie etwa die Bildungsmesse“, erzählt die Geschichts- und Religionslehrerin.

Die Schüler mussten sich bereits im November für die verschiedenen Präsentationen entscheiden. Als gefragter Renner erwies sich zum wiederholten Mal das Angebot von arbeiterkind.de, das den Nachwuchs aus Familien ohne Hochschulerfahrung ermuntern will, ein Studium zu absolvieren. Im Vordergrund stehen dabei Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendien. Ähnlich gefragt seien ausführliche Informationen zu Auslandsaufenthalten, Medizin und Online-Journalismus erzählt Melanie Djukic.

Abiplakate 2018 an der Claus-von-Stauffenberg-Schule: Bilder

Schülerin Malin (18) erwägt, etwas Kreatives wie Kommunikationsdesign zu machen oder mit Kindern zu arbeiten. Naila (18) und Pauline (17) dagegen wissen noch so recht, wie es für sie nach der Schule weitergeht. Jannika (18) denkt über ein Pharmaziestudium nach. Gut finden es die vier Schülerinnen, dass ihnen an der Stauffenbergschule solche Berufsinformationen präsentiert werden und sie deswegen nicht zwangsläufig zu einer externen Bildungsmesse müssten.

Und doch macht sich das Kleeblatt heute sogar noch Richtung Darmstadt auf, um dort bei den gleichzeitig stattfindenden Hochschul- und Berufsinformationstagen schlau zu machen.

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