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Besi & Friends schwingen sich wieder aufs Rad

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Von: Ekkehard Wolf

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Eine Gruppe Rennradfahrer auf der Tour von Rodgau nach Barcelona im Sommer 2014.
Gigantische Rennradtouren wie im Sommer 2014 nach Barcelona (Foto) sind zurzeit nicht möglich. Besi & Friends planen für das Jahr 2022 mehrere kleine Veranstaltungen. © privat

Die Rodgauer Stiftung Besi & Friends blickt zuversichtlich ins neue Jahr. Sie plant mindestens acht Veranstaltungen von der Fahrradreise bis zum vorweihnachtlichen Rockkonzert.

Rodgau - Auch die beiden großen sportlichen Benefizveranstaltungen sollen wieder über die Bühne gehen, wenn die Pandemie es erlaubt: „Zwölf Stunden Hohler Buckel“ am 17. Juli und „Nauses Deep Valley“ am 28. August im vorderen Odenwald. Alle geplanten Events gibt es hier: events.rad-statt-rollstuhl.de

„Wir alle hatten auf ein besseres Jahr 2021 gehofft“, schreibt Andreas „Besi“ Beseler in seinem Rück- und Ausblick an Freunde und Unterstützer der Stiftung. Aus Verantwortung für alle Beteiligten habe das Organisationsteam mit gutem Gewissen alle direkten Begegnungen abgesagt.

Umso mehr freuten sich Besi & Friends über die Beteiligung an den virtuellen Veranstaltungen, von denen es auch schon 2020 einige gab. Dadurch wurden auch viele Leute erreicht, die bis dahin noch nichts von der Stiftung wussten.

Benefiz-Sportler aus Rodgau überwinden Grenzen

„Der erste Schritt bestimmt das Ziel“, hieß das Motto vor einem Jahr. Zahlreiche Menschen ließen sich im Januar 2021 dazu motivieren, ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen und sich sportlich zu betätigen.

Mehr als 400 Personen beteiligten sich an der Aktion „Grenzenlos“ von Ende August bis Anfang Oktober. Sie legten kleine und große Strecken zurück, die sich auf einer Landkarte zu einem virtuellen Netz verknüpfen ließen. Grenzenlos war auch die Vielfalt der Fortbewegungsmittel: auf dem Fahrrad, im Rollstuhl, auf dem Pferd, beim Schwimmen im See oder zu Fuß beim Wandern, Joggen und Spazierengehen.

Über das Jahr verteilt gab es noch weitere Aktionen, bei denen jemand Spenden sammelte oder bei denen sich die Stiftung vorstellen konnte. Im August gewannen Besi & Friends den Publikumspreis der Hertie-Stiftung.

Rodgauer Stiftung unterstützt chronisch Kranke mit 46.000 Euro

Mit rund 26 000 Euro hat die Stiftung Besi & Friends im abgelaufenen Jahr Menschen unterstützt, die an neurologischen Erkrankungen oder an Autoimmunkrankheiten leiden. Weitere Anträge in Höhe von 20 000 Euro sind bereits genehmigt.

Die Fördermittel sollen Betroffenen helfen, ein möglichst selbstständiges Leben zu führen. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht vom Ersatzakku für ein Spezialfahrrad über den Umbau eines Autos von Fuß- auf Handbedienung bis zu einer Therapie für einen jungen Hirntumor-Patienten. Eine Rollstuhlfahrerin erhielt einen Zuschuss für einen umgerüsteten Kleinbus. Mehrere Patienten mit multipler Sklerose konnten dank Besi & Friends eine Therapie in der Sauerlandklinik in Hachen antreten.

Rodgau: Besi & Friends sorgen seit Jahren für positive Schlagzeilen

Im Sommer 2016 fuhren Besi & Friends mit 72 Rennradfahrern „von St. Tropez am Baggersee nach Saint-Tropez am Mittelmeer“. In zwölf Tagen legten sie 1709 Kilometer zurück und sammelten 70.000 Euro Spenden.

Zwei Jahre später startete ein Viererteam zum härtesten Radrennen der Welt, dem „Race Across America“: quer durch die USA in neun Tagen. Stiftungsgründer Andreas „Besi“ Beseler, der eigentlich mitfahren wollte, lag währenddessen nach einem schweren Unfall im Krankenhaus. Darüber berichtete der Dokumentarfilm „Alle für Einen“, der 2019 in die Kinos kam.

Ein erster Dokumentarfilm unter dem Titel „Die Tour fürs Leben“ hatte bereits 2016 den Ausnahmesportler Andreas Beseler porträtiert und über eine Benefiz-Radtour nach Barcelona berichtet

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