Rodgauer Georg-Büchner-Schule richtet speziellen Raum zur Berufsfindung ein

Bildung ist in Rodgau Herzenssache

Landrat Oliver Quilling, GBS-Haupt- und Realschulzweigleiter Jan Lorenz, Andreas Hofer von der Strahlemann-Stiftung und GBS-Schulleiter Volker Hildebrandt (von links) besichtigten nach Vertragsunterzeichnung den Klassenraum, der jetzt umgebaut werden soll.
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Landrat Oliver Quilling, GBS-Haupt- und Realschulzweigleiter Jan Lorenz, Andreas Hofer von der Strahlemann-Stiftung und GBS-Schulleiter Volker Hildebrandt (von links) besichtigten nach Vertragsunterzeichnung den Klassenraum, der jetzt umgebaut werden soll.

Die Wahl des richtigen Berufs ist der Schlüssel zum erfolgreichen Leben. Deshalb sind Möglichkeiten zur Berufsfindung schon an der Schule so wichtig. Die Georg-Büchner-Schule (GBS) in Jügesheim geht hierbei einen fortschrittlichen Weg. Zusammen mit dem Kreis Offenbach und der Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim richtet sie als zweite Schule im Kreis Offenbach für ihre Schüler einen Fachraum zur Berufsorientierung ein und holt sich damit die Berufsberatung ins Klassenzimmer.

Rodgau - „Talent Company“ nennt sich das Berufsfindungsprojekt der Stiftung. Seit ihrer Gründung 2008 hat sie bereits 48 spezielle Fachräume hierfür eingerichtet, 19 davon im Rhein-Main-Gebiet. Im Kreis Offenbach gibt es bisher einen einzigen solchen Raum in Zusammenarbeit mit Schulen in Sprendlingen (Georg-Büchner- und Heinrich-Heine-Schule). „Umso wichtiger ist es jetzt, dass in entgegengesetzter Richtung, im Ostkreis, dieses weitere Angebot entsteht“, sagte Landrat und Schirmherr Oliver Quilling bei Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit der Rodgauer GBS und der Stiftung. Mit der mache man seit 2015 „gute Erfahrungen“. Wie wichtig die „interessenorientierte Berufsberatung an der Schule vor Ort“ ist, belegte der Landrat mit Zahlen. So sei die Arbeitslosigkeit aller jugendlichen Schulabgänger seit Corona von 3,7 Prozent auf aktuell 4,2 Prozent gestiegen.

Am 26. Mai soll der Fachraum im naturwissenschaftlichen Trakt öffnen. Derzeit wird dort noch eine Intensivklasse Deutsch unterrichtet.

Was erwartet die Schüler nach dem Umbau des Klassensaals? Der Kreis stellt PCs bereit, an denen Jugendliche online nach Ausbildungsplätzen suchen können. Moderne Präsentationstechnik („Job Wall“) dient Firmen dazu, sich selbst und ihre Ausbildungsberufe vorzustellen. In einer gemütlichen und farbenfrohen Lounge-Ecke oder an herkömmlichen Seminartischen mit Büro-Charakter finden Gespräche zwischen Firmen und Schülern, Infoveranstaltungen und mehr statt. Alle an der GBS bereits bestehenden Berufsorientierungsmaßnahmen haben künftig dort ihr Zuhause.

Unternehmen, die Interesse haben, ihre Ausbildungsmöglichkeiten dauerhaft an der „Job Wall“ zu präsentieren, können sich gerne unter info@strahlemann-stiftung.de mit der Stiftung in Verbindung setzen. Am 15. März ist zu diesem Thema auch ein Runder Tisch mit regionalen Ausbildungsbetrieben geplant.

Vor Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung warben GBS-Schulleiter Volker Hildebrandt und GBS-Haupt- und Realschulzweigleiter Jan Lorenz für das Projekt. Lorenz sprach von einem „Meilenstein der Berufsorientierung“. Hildebrandt war sicher, das neue Angebot schaffe für die Jugendlichen und die Unternehmen einen „großen Mehrwert“. Die Chancen, den oft schwierigen Übergang Schule/Beruf zu meistern, würden dadurch steigen. Und die Unternehmen fänden ganz leicht ihre Azubis und Praktikanten von morgen. Andreas Hofer stellte für die Strahlemann-Stiftung besonders die Vernetzung von Schule und Wirtschaft bei dem Projekt heraus. Angetan von der Initiative zeigten sich auch die Schulsprecherinnen Eva Hromada und Anna Kuball.  

Von Bernhard Pelka

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