Rodgau: Die ersten acht Grundstücke im Gewerbegebiet W 18 sind verkauft

Branchenmischung passt zu Rodgau

Die ersten beiden Gebäude im Gewerbegebiet „Lichte Haide“ stehen schon: Das helle Haus neben dem Selgros-Großhandelsmarkt gehört dem Küchenstudio Bürmann & Beribak GbR; in das dunkle Gebäude unterhalb der Bildmitte will die Stadler Systec GmbH aus Seligenstadt einziehen. Das Gewerbegebiet zwischen Selgros (im Hintergrund) und Autobahnmeisterei (links vorne) ist etwa 62 500 Quadratmeter groß. Luftbild: Häsler
+
Die ersten beiden Gebäude im Gewerbegebiet „Lichte Haide“ stehen schon: Das helle Haus neben dem Selgros-Großhandelsmarkt gehört dem Küchenstudio Bürmann & Beribak GbR; in das dunkle Gebäude unterhalb der Bildmitte will die Stadler Systec GmbH aus Seligenstadt einziehen. Das Gewerbegebiet zwischen Selgros (im Hintergrund) und Autobahnmeisterei (links vorne) ist etwa 62 500 Quadratmeter groß. Luftbild: Häsler

Gewerbeflächen in Rodgau sind weiterhin gefragt. Das kann man im Gebiet „Lichte Haide“ (W 18) westlich von Weiskirchen sehen. Seit der Baufreigabe im Juli 2020 hat die Hessische Landgesellschaft acht Bauplätze verkauft. Zehn weitere sind reserviert, wie die städtische Wirtschaftsförderung berichtet. Sollte es auch in diesen Fällen zu Kaufverträgen kommen, wären 90 Prozent der Gesamtfläche weg. Die ersten beiden Gebäude stehen schon. Ein weiteres Bauvorhaben hat sich wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verzögert.

Weiskirchen - Die meisten Interessenten kommen aus einem Radius von 25 Kilometern um Rodgau. Eine Ausnahme bildet die Felder KG aus Hall in Tirol (Österreich), die Maschinen zur Holzbearbeitung baut und vertreibt. Sie hat sich knapp 3 000 Quadratmeter in Weiskirchen gesichert und will dort zehn Mitarbeiter beschäftigen.

Die Branchen entsprechen laut Wirtschaftsförderung der klassischen „Rodgauer Mischung“. Dazu zählen Handwerker, unternehmensnahe Dienstleister, technische Großhändler, Onlinehändler und Ingenieurbüros.

Bei denen, die bereits notarielle Kaufverträge unterschrieben haben, reicht die Bandbreite vom Bauunternehmen bis zum Hightech-Betrieb. Dazu zählt die Stadler Systec GmbH aus Seligenstadt. Sie richtet Leitstände und Kontrollräume ein, von denen aus beispielsweise Produktionsprozesse in Fabriken gesteuert werden.

Auch die CTS Eventtechnik GbR aus Münster und Eppertshausen will sich in Weiskirchen ansiedeln. Sie vermietet und verkauft professionelle Bühnen-, Konferenz- und Videotechnik. Zu den Kunden zählen Messebauer und Agenturen, aber auch Privatpersonen und Vereine.

Diese Branchenmischung setzt sich auf der Liste der Grundstücksinteressenten fort. Darauf stehen unter anderem Schreinerei und Möbelbau, ein Vermessungsbüro, ein IT-Dienstleister mit 60 Mitarbeitern, ein Tonstudio mit Übungsräumen für Musiker und Vermieter von Büroflächen mit Tagesgastronomie. Wenn alle diese Unternehmen ins Gewerbegebiet W 18 kommen, gibt es dort mehr als 300 Arbeitsplätze.

Wegen Corona hat sich ein bereits eingetütetes Projekt um genau ein Jahr verschoben. Die Odila Grundinvest hatte 5 000 Quadratmeter Entwicklungsfläche gekauft und wollte dort in diesem November einen Freizeitpark eröffnen. Die Baugenehmigung liegt seit Oktober vor. Der Neubau wird sich dem Publikum erst in zwölf Monaten öffnen. Der Freizeitpark soll eine Fläche von 2 000 Quadratmeter haben. Der Betrieb mit Gastronomie (70 Plätze innen), zwölf Bowlingbahnen, 3D-Minigolf (mit Schwarzlicht) und mehreren Rätselräumen steht auf Stelzen. Darunter parken Autos. Die restlichen 3 000 Quadratmeter Grundstück sind für Parkplätze und Grünzonen vorgesehen.

Mit herkömmlichen Spielotheken ist das Angebot nicht vergleichbar. Vielmehr geht es bei den meisten Unterhaltungsmöglichkeiten um Teambildung. Vorgesehen war bei der Planung zum Beispiel, dass Mannschaften bei einer simulierten U-Boot-Fahrt beweisen müssen, wie gut sie bei Lösung diverser Aufgaben zusammenhalten.

Die Odila Grundinvest GmbH ist zwar erst 2011 gegründet worden. Inhaber Karl-Heinz Stein ist nach eigenen Angaben aber schon seit Jahrzehnten in dieser Branche tätig. In dem Familienunternehmen aus Heidelberg arbeitet jetzt bereits die dritte Generation an Unterhaltungs-Projekten von gehobenem Niveau. „Spielautomaten werden Sie bei uns nicht finden“, versichert Stein. Zielgruppe des Freizeitparks seien Privatleute, aber auch zu einem beträchtlichen Teil Firmen für Betriebsfeiern, Familien (Geburtstage) und Reisegruppen, die in Bussen kommen.  (eh/bp)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare