Mehrere Bewohner der „Chinamauer“ mit Rauchgasvergiftung

Brand in Hochhaus löst Großeinsatz aus

Auch von der Drehleiter aus löschten Feuerwehrleute die brennende Wohnung. Die darüber liegenden Wohnungen wurden von Qualm und Ruß in Mitleidenschaft gezogen.
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Auch von der Drehleiter aus löschten Feuerwehrleute die brennende Wohnung. Die darüber liegenden Wohnungen wurden von Qualm und Ruß in Mitleidenschaft gezogen.

Beim Brand in einem Hochhaus der Rodgauer „Chinamauer“ wurden am Dienstagabend vier Feuerwehrleute verletzt. Mehrere Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen.

Rodgau - Einsatzkräfte mussten fast 20 Menschen retten: Der Qualm auf dem Flur war so dicht, dass sie ihre Wohnungen nicht eigenständig verlassen konnten. Das Feuer war gegen 18.20 Uhr in einer Küche ausgebrochen. Zur Verletzung der vier Feuerwehrleute kam es, als sie die Tür der Brandwohnung öffnen. Durch die plötzliche Luftzufuhr zündeten die Rauchgase durch.

Feuerwehren und Rettungsdienste aus dem halben Kreis Offenbach waren mit mehr als 40 Fahrzeugen im Einsatz. Die Rodgau-Ringstraße diente als Aufstellfläche und war für den Verkehr gesperrt.

Brand in Rodgau: Um 18.23 Uhr ging der Alarm los

Die automatische Brandmeldeanlage hatte um 18.23 Uhr Alarm geschlagen. Als eine Reihe von Notrufen einging, stufte die Leitstelle die Alarmstufe auf „Feuer in Wohnung mit Menschenleben in Gefahr“ hoch. Die „Chinamauer“ stammt aus den 70er-Jahren. Die Wohnanlage besteht aus sieben Hochhäusern mit 960 Wohnungen. Das höchste Gebäude hat 16 Stockwerke. Die ganze Anlage ist rund 400 Meter lang.

Bereits sechs Stunden vor dem Einsatz in der Wohnanlage hatte die Feuerwehr einen anderen Wohnungsbrand in Nieder-Roden gelöscht. An der Unteren Marktstraße, etwa 500 Meter von den Hochhäusern entfernt, wurde eine Person gegen 12.30 Uhr aus einer verqualmten Wohnung gerettet. Auch sie musste vom Rettungsdienst versorgt werden. (eh)

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