„Bratquadrat“ statt Leberkäse

Minister schießt gegen vegane Pseudo-Fleischprodukte

Rodgau - Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) wettert gegen missverständliche Begriffe aus der veganen Szene. Bezeichnungen wie „vegane Currywurst“ soll es nach seinem Willen künftig nicht mehr geben.

Renate Haller hält nichts von ministerlicher Regulierungswut.

Redaktionsleiter Bernhard Pelka sprach darüber mit Ernährungsexpertin Renate Haller. Schon 32 Jahre lang betreibt sie ihren gleichnamigen Bioladen in Jügesheim. Und führt dort mindestens 50 Prozent vegane Produkte.

Das einzig Vegane in meinem Kühlschrank ist das Licht. Können Sie über diesen Kalauer noch lachen?
Ich kann gewöhnlich über sehr Vieles lachen, sogar über mich selbst. Aber bei dieser Frage bleibt mir das Lachen im Hals stecken.
Weshalb?
Weil mir als Ernährungsexpertin der hohe Fleischkonsum vor allem in Europa sehr zu denken gibt. Genauso wie der Ressourcenverbrauch für die Massenfleischproduktion.
Aber die Produktion veganer Lebensmittel verbraucht ebenfalls Ressourcen.
Die Produktion von Fleisch geht aber noch eine Stufe weiter und verbraucht wahnsinnig viel Wasser und Energie. Wenn wir Sojabohnen direkt essen in Form von Tofu, ist sie effektiver genutzt.
Was halten Sie dann von dem ministerlichen Vorstoß?
Es gibt deutlich Wichtigeres in unserem Land zu regeln als eine Bezeichnung für vegane Produkte.
Aber hat Christian Schmidt denn nicht Recht? Der Begriff „vegane Wurst“ ist doch eine Mogelpackung.
Wenn wir das als Wurst bezeichnen, wäre das natürlich falsch. Aber der Begriff „vegane Wurst“ erklärt sich doch von selbst. Dann ist klar, dass kein Tier drin ist. Im Übrigen gab es zu Beginn des veganen Trends ganz andere Lösungen, um diese Irritation zu vermeiden. Da hat man Wurst oder veganen Fleischsalat einfach mit „V“ geschrieben. So konnte der Verbraucher sofort sehen, dass es etwas anderes ist.
Dann beschreibt der Begriff „Wurst“ aus Ihrer Sicht lediglich die Form des Produkts und nicht dessen Inhalt?
Im Grunde kann man das so sagen, ja. Eine vegane Currywurst ist die in Scheiben geschnittene Form einer Wurst und Curry obendrauf. Und das vegane Schnitzel ist letztlich auch die Form eines Schnitzels und beschreibt nicht unbedingt, ob da Schweinefleisch oder Kalbfleisch drin ist.

Asia-Burger mit Fisch, Nudeln und Frucht

Das besondere am Burger Banana Joe: eine Erdnusssoße, Babyspinat - und natürlich die gebratene Banane.
Der Happy Buddha Asia Burger hat nur das Bun und die Zwiebeln mit dem USA-Burger gemein. Ein Koriander-Erdnuss-Pesto und der Patty aus Basmati-Reis, gewürzt mit Kurkuma, Curry, Koriander und Chili, machen aus einem herkömmlichen Burger eine vegane Version.
Nudeln statt Brötchen: Beim Ramen-Burger werden asiatische Ramen-Nudeln mit Gewürzen und Ei gemischt, zu einem Bun geformt und gebraten.
Für den Kimcheezy-Burger wird der klassische USA­Burger mit Angus­Beef und Cheddar mit der koreanischen Traditionsbeilage Kimchi kombiniert. Passend dazu sind die Bulgogi Kimchi Fries.
Asia-Burger mit Fisch, Nudeln und Frucht

Rubriklistenbild: © Lorenzo Rendon-Valencia

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