Initiative des ADFC Rodgau wirbt für Rücksichtnahme

Charmante Aufkleber-Aktion

Hildegard Weidemann und Michael Schüßler vorm Stadtwerkeauto.
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Hildegard Weidemann, stellvertretende ADFC-Vorsitzende Rodgau, und Erster Stadtrat Michael Schüßler werben für die Initiative.

Auf charmante Art für Rücksicht werben. Das möchte der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Rodgau mit einer Aufkleber-Aktion. „Wir achten zu wenig aufeinander“, stellt Hildegard Weidemann, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Rodgau, fest und wünscht sich mehr Respekt aller Verkehrsteilnehmenden untereinander. Sie entwickelte daher einen Aufkleber, der lächelnd für eine gegenseitige Rücksichtnahme dankt.

Jügesheim – Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler unterstützen das: „Mit diesem wirklich gelungenen Aufkleber starten wir eine charmante Motivationskampagne.“ Mit Hildegard Weidemann hoffen beide, bald viele Mitmacher im Straßenverkehr mit dem Herz an der Heckscheibe oder am Rad zu sehen. Die Aufkleber sollen bei Veranstaltungen des ADFC wie etwa Fahrrad-Codieraktionen verteilt werden. Dazu gibt es Informationen mit Verhaltensweisen, die beitragen können, harmonisch und sicher auf Rodgaus Straßen unterwegs zu sein.

Der ADFC hat 500 Etiketten für 500 Euro herstellen lassen. Das Herz gibt es in zwei Größen, das große ist 20 Zentimeter breit, das kleine 10 Zentimer.

Die Corona-Pandemie hat dem Fahrrad zur großen Nachfrage verholfen – bot es doch Bewegungsräume, die während der Lockdowns eingeschränkt waren. Das Radfahren wird zu einer echten Fortbewegungsalternative im innerörtlichen Verkehr und das Auto bleibt stehen.

So wirbt Erster Stadtrat Michael Schüßler dafür, das Fahrrad zu nehmen, wenn man fünf Brötchen holen will, anstatt fünf Mal mit dem Auto um den Stadtkern zu kreisen. Vom Perspektivwechsel erhofft er sich eine Sensibilisierung für schwierige Situationen.

Schließlich muss der öffentliche Verkehrsraum, der jahrzehntelang bevorzugt den Autos zur Verfügung stand, gleichberechtigt aufgeteilt werden. Alle Beteiligten müssen ihr Fahrverhalten verändern und sich aufeinander einstellen. Besondere Rücksicht gilt es dabei auf die Radler zu nehmen, die ohne Knautschzone unterwegs sind. Schon ein leichtes Touchieren kann zu Stürzen mit bösen Verletzungen führen. Dass ein gutes Miteinander nicht immer funktioniert, zeigt sich an dem zuweilen angespannten Verhältnis auf den Straßen. Radelnde fühlen sich bedrängt, wenn der vorgeschriebene 1,5 Meter Seitenabstand nicht eingehalten wird oder Autos dicht hinter ihnen fahren. Autofahrende erleben, dass ihnen ein Rad auf der falschen Fahrbahnseite entgegenkommt oder bei Dunkelheit unbeleuchtet fährt. (siw)

Infos im Internet

adfc-rodgau.de

Der Aufkleber auf einem Stadtwerkeauto.

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