Rodgauer Pointen-Profis sind so gut in Form wie immer in der Fünften Jahreszeit

Corona kann Rodgauer Narretei nicht ersticken

So temperamentvoll wie in Vorjahren hätte der Rathaussturm heute sein können, wenn nicht Corona wäre.
+
So temperamentvoll wie in Vorjahren hätte der Rathaussturm heute sein können, wenn nicht Corona wäre.

Ach, was hätten sie heut’ so gern das Rathaus gestürmt – unsere Fassenachter. Und das so richtig wild. Mit Konfettikanone und angriffslustigem Gejohle. Aber Corona lässt nur virtuelle Fröhlichkeit zu. Richtig Abfeiern ist nicht. Eingefleischte Jecken müssen deshalb enorm unter Strom stehen. Frohsinn und Kalauer, die Energie der Fünften Jahreszeit: Das alles muss doch irgendwo hin! Also haben wir Rodgaus Kalauer-Kaiser und Pointen-Profis darum gebeten, zum verhinderten Fastnachtssamstag ihre Witze, die trotz Corona unbedingt unters närrische Volk müssen, zum Besten zu geben. Was das humoristische Spitzenpersonal geliefert hat, lesen Sie hier:

Rodgau - Rudi Ott, Sportfreunde Rodgau: Was macht ein Pirat dieses Jahr an Weiberfastnacht? Er versucht im Homeoffice was zu entern.

Marcel Rupp, Sportfreunde Rodgau: Wo lässt Bauer Grimm seine Schweine artgerecht überwintern? In der Bichse.

Marc Berthold, Sportfreunde Rodgau: Kommt ein Freibeuter mit zwei linken Füßen in ein Schuhgeschäft: „Haben Sie auch zwei Flip Flips?“

Annemarie Jonas, Sportvereinigung Weiskirchen: Auf dem Reiterhof beim Stefan Wolf ist letzte Woche eine Amsel auf einen Mithaufen gefallen. Was hatte sie dann? Kotflügel.

Rene Marzo, TG Nieder-Roden: Was macht eigentlich Karl Lauterbach mit seinen alten Klamotten? Er trägt sie.

Bettina Hartmann vom Kreppelkaffee Nieder-Roden: „Ach, was sinn mir schwer am jammern. Was geht’s uns so schlecht jetzt, hier unn heut. Doch glaubt es mir: In 20 Jahren is des – trotz Virus – die gud ald Zeit.“

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt, meint die Fastnachtsabteilung der Haahäuser Gudsjer.

Michael Schnur, Abteilungsleiter SGH-Fastnacht: Kunde im Baumarkt: Ich brauch ne Dachlatte. Verkäufer: Wie lang? Kunde: Für immer!

Torsten Rudolph, SGH-Sitzungspräsident: Wenn alle Stricke reißen, bist du zu schwer für die Schaukel!

Michael Pommer, SGH-Sitzungspräsident: Ich habe bei Spiderman angerufen, aber er hatte kein Netz!

Jochen Pommer, Erster Vorsitzender SGH: Endlich bin ich den Winterspeck los. Jetzt habe ich Frühlingsrollen.

Peter Otto, Co-Sitzungspräsident des JSK Rodgau: Ich hatte das Puzzle schon nach einer Woche fertig. Das ist aber nichts Besonderes. Auf der Packung stehen 2-4 Jahre.

Stefan Schmidt, designierter Sitzungspräsident des JSK: Covid 19 ist wie Apollo 13. Husten wir haben ein Problem. Und: Herr, warum hast du den Menschen zwei Ohren gegeben, wenn sie doch nicht zuhören? 2019 schickte ich ihnen eine Pandemie. Und dann: hörten Sie zu? Nein, aber sie benötigen zwei Ohren, um die Masken zu befestigen.

Christopher Sattler, Friseurmeister und Ex- Choreograph der Marionetten: Wenn wir am 1. März öffnen dürfen, gibt es einen bundesweiten „Locke down“.

En Haufe Leut Chefin Claudia Wenhardt: Mundschutz FFP2 heißt bei uns in Schwaben „Mauldäschle“. Und: Zwei Corona-Leugner unter sich: „Ich habe gestern doch einen Corona-Test gemacht.“ „Und, waren die Fragen schwer?“

Gugi Phillipp Jansen: Kommt eine kräftige Frau in die Zuckerstubb in der Hintergasse: „Ich möchte gerne Rumkugeln“. Daraufhin Frau Schwehm: „Ja, aber nicht in meinem Laden.“

Wolfgang Fisch, Chef des JSK-Bauausschusses: Ich weiß, was Fische hassen: Antischuppenshampoo.

Sönke Herzog, Dentist und Redner der politisch literarischen Fastnacht: „Herr Doktor, wann ist Covid 19 vorbei?“ „Keine Ahnung. Ich bin Arzt und kein Politiker.“

Lothar Mark, 1. Vorsitzender des JSK: Beim Jubiläumsfilm „Virus Giesem“ war jetzt ein Tanz der Jugendsitzung ohne Musik. Da war die Uhr heruntergefallen und der JSK hatte kein Urheberrecht.

Der (Immer-noch-)Prinz Sebastian II.: Es Gutzje fliegt hoch, es Gutzje fliegt weit, warum auch nicht, es is ja Fastnachtszeit!

Julien Grimm, Chef der JSK-Technik, Licht und Ton: Bin heute aus dem Töpferkurs geflogen – hatte mich wohl im Ton vergriffen.

Eva Kraus, Gugisheimerin: Ein Jäger hat die Frau seines Lebens getroffen. Jetzt ist er wieder Single.

Frank Rebel, Frontmann der Giesemer Trottwa Lersche: Habe gestern bei den Weight Watchers angerufen. Da hat aber keiner abgenommen.

Anni Fisch, Dekoteam der JSK-Fastnacht. Die Hundertjährige wird gefragt: „Wann hatten Sie das letzte Mal Sex?“. „1945“. „Das ist aber schon sehr lange her“. „Wieso, wir haben doch erst 20 Uhr 16.“

Vom Rodgauer Carneval Club „Die Knallkepp“ erreichten uns diese Pointen: Auf einer Faschingsfete himmelt eine alte Jungfer eine jungen Mann an: „lch heiße übrigens Rosine.“ ,,Schade, ich hätte Sie viel lieber als Weintraube kennengelernt.“

Auf der Tanzfläche fragt ein junger Mann seine Gegenüber: ,,Tolles Kostüm, das du an hast; ist das aus Kamelhaar?“ „Ja genau, woran hast du das erkannt?“ ,,Na, an den zwei Höckern!“

,,Ich hätte gern eine Brille.“ sagt der Kunde beim Optiker. „Weitsichtig oder kurzsichtig?“ fragt der Optiker interessiert. Der Kunde: ,,Am liebsten durchsichtig.“

Und hier noch zwei Kalauer vom Team der „Narrisch Singstunn“ des Männerchors und Musikvereins Dudenhofen:

Der Ehemann zu seiner Frau, als er gerade den Fernseher anschaltet: „Möchtest du noch etwas sagen, bevor die Fußballsaison anfängt?“

Klagt der Ehemann: „Seit Jahren rede ich nicht mehr mit meiner Frau.“ „Aber warum denn nicht?“ „Weil ich sie nicht unterbrechen will.“

Dass sich die Fastnacht nicht unterkriegen lässt, beweist auch die gute Resonanz auf die Aktion „Windlicht für die Fastnacht“ der Jugendfassenachtsabteilung des JSK mit dem Präsidenten Justus Neiß. Da man aktuell niicht zusammen tanzen, lachen und Hellau rufen darf, hatte die Abteilung ein Bastelset zusammengestellt. Damit baute jeder Jungfastnachter ein Windlicht in den Fastnachtsfarben Rot, Weiß, Gelb und Blau. Noch bis zum Fastnachtsdienstag sollen diese Windlichter jeden Tag um 18.11 Uhr vor die Tür oder ins Fenster gestellt und angezündet werden. Fotos davon werden an jugendfassenacht@jskrodgau.de geschickt und über soziale Netzwerke im Internet verbreitet

Durch unsere Berichterstattung annimiert, haben sich viele Rodgauer, die sich mit der Fassenacht verbunden fühlen, der Aktion angeschlossen und Windlichter dekoriert. Der evangelische Kindergarten Jügesheim hat mitgebastelt und Windlichter in einem schön dekorierten Fenster der Kita ausgestellt. Ein Erzieher berichtet: „Die Kinder bekommen sie am Montag mit Bonbons gefüllt nach Hause.“ Dem Mann hat die Idee so gut gefallen, dass er sie sogar in die Fastnachtshochburg Dieburg exportiert und dort im Karnevalverein publik gemacht hat. Selbst bei Exilrodgauern in der Normandie sorgen die Fastnachtslichter für kräftige Helau-Grüße in die Heimat.

Von Bernhard Pelka

Die Windlichtaktion findet viele Freunde.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare