Manfred Rupp engagiert sich seit fast zwei Jahrzehnten in Rodgau als Wahlhelfer

Dienst für die Allgemeinheit

Als Wahlhelfer ein alter Hase: Manfred Rupp.
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Als Wahlhelfer ein alter Hase: Manfred Rupp.

Als einen Dienst an der Demokratie begreift Manfred Rupp sein fast zwei Jahrzehnte währendes Engagement als Wahlhelfer. Auch bei den bevorstehenden Kommunalwahlen am 14. März ist er mit von der Partie.

Jügesheim – Seit dem Jahr 2002 hat sich Rupp in verschiedenen Aufgaben rund um die Wahl bewährt. Ob Wahlvorsteher oder Schriftführer, der Giesemer hat in 22 Einsätzen wiederholt seine Objektivität und Neutralität bewiesen.

„Es ist wichtig, Leute für diesen Dienst an der Allgemeinheit zu finden“, meint der 55-Jährige. Der gelernte Fernmeldehandwerker ist der Meinung, dass Bürger sich nicht einfach dagegen wehren sollten, eine Aufgabe als Wahlhelfer zu übernehmen: „Wo bleibt da die Demokratie?“, fragt Rupp.

Der erfahrene Wahlhelfer weiß, dass es wegen des Infektionsgeschehens schwieriger als sonst ist, Freiwillige für diese Aufgabe zu gewinnen. Doch er versichert, dass seitens der Stadt alles getan wird, um die Aktion so sicher wie möglich zu machen. „Wir haben Masken und Desinfektionsmittel.“

Vom ehrenamtlichen Tun hält der Telekom-Mitarbeiter viel. Regelmäßig macht er beispielsweise auch mit bei der Aktion Sauberhaftes Rodgau und hilft durchs Aufsammeln von allerlei Unrat, seine Heimatstadt schöner und vorzeigbar zu machen. Während andere partout nicht auf die Idee kämen, den Abfall aufzusammeln, den andere weggeworfen haben, ist das für Manfred Rupp kein bisschen anstößig, sich zu bücken und aufzuräumen.

Ob bei der Kulturinitiative Maximal oder bei der Medizinerband Flying Doctors – einfach mal anfassen, einspringen und helfen gehört für den technischen Angestellten zum guten Ton. „Das tut doch nicht weh“, findet der Giesemer.

Als Wahlhelfer ist Manfred Rupp inzwischen ein alter Hase. Probleme gab es bei dieser Aufgabe selten. Nur einmal wurde es spät: Da musste der Wahlvorstand nämlich darüber entscheiden, wie ein Kreuz zu werten sei, dass eben nicht exakt in der Mitte des Kreises gemacht worden war. Und: Weil die Auffassungen unterschiedlich waren, kostete das Zeit.

Um es also nicht zu einer Zweifelsfrage werden zu lassen, müssen Wähler möglichst genau sein beim Kreuzchen machen. Auch auf Meinungsäußerungen auf dem Stimmzettel sollte man verzichten. Denn was dort steht, wird nur von einem kleinen Kreis von Menschen zur Kenntnis genommen, macht aber auf alle Fälle den Stimmzettel ungültig. Der Wählerwunsch wird übrigens auch nicht berücksichtigt, wenn beispielsweise ein Smiley auf das Papier gemalt wurde.

„Ansonsten mussten wir höchstens mal jemand wegschicken, weil er im falschen Wahlkreis gelandet war“, berichtet der langjährige Helfer. Allerdings gab es auch nette Überraschungen: Schon zweimal kam ein Bekannter vorbei und brachte Kuchen für das ganze Team um Rupp in die Wilhelm-Busch-Schule. Er dankte ihnen damit fürs ehrenamtliche Engagement. (Von Simone Weil)

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