Drachenclub lässt Fische fliegen

+
Die Krake aus dem vergangen Jahr würde gut zu dem diesjährigen Motto passen. Ob sie auch beim „Aquarium am Himmel“ dabei sein wird?

Nieder-Roden (eh) - So bunt wie die Farben des Herbstes ist das Drachenfest am Wochenende auf den Wiesen am Badesee. Am 24. und 25. September erwartet der Drachenclub Aiolos etwa 50 bis 60 Drachenfreunde.

Manche reisen mit dem Wohnmobil mehrere hundert Kilometer weit an, unter anderem aus dem Saarland und aus Baden-Württemberg. „Sogar ein Kollege aus Belgien hat sich angekündigt“, erzählt Aiolos-Vorsitzender Werner Wengerter. Schon heute Vormittag werden die ersten Drachenpiloten erwartet.

Das familientaugliche Fest findet zum 23. Mal statt. Für den Hessischen Rundfunk zählt es zu den 40 beliebtesten Festen im Land.

Am Samstag und Sonntag lassen die Drachenfreunde ab 10 Uhr ihre Flugobjekte steigen. Einen festen Zeitplan gibt es nicht. Der Wind entscheidet, ob schwere Riesenkraken oder ultraleichte „Null-Wind-Drachen“ aufsteigen. Werner Wengerter: „Das Fest lebt von chaotischen Verhältnissen und trotzdem macht es Spaß.“

Geplant ist unter anderem ein „Aquarium am Himmel“: „Wir lassen alles fliegen, was mit dem Meer zu tun hat“, kündigt der Verein im Internet an. Dazu muss allerdings schon ein ordentliches Lüftchen wehen: Die Großdrachen bestehen aus bis zu 250 Quadratmetern Stoff.

Auch ein Kugelfischtreffen steht auf dem Programm: Hessens größtes Schwein und der größte Kugelfisch sollen dann mit ihren Artgenossen in die Luft gehen.

Das Motto des diesjährigen Drachenfests ist „Aquarium am Himmel“.

Beim „KO-Kiting“ treten Lenkdrachenpiloten im Wettbewerb gegeneinander an. Aktion verspricht auch das Ballonschießen der synergetischen Null-Wind-Drachen: ein Programmpunkt für den Fall, dass sonst gar nichts mehr geht und weht.
Ein Massenstart ist für Samstag um 15 Uhr geplant. Dann wollen Schüler der Heinrich-Böll-Schule im Pulk ihre selbst gebauten Drachen in die Luft bringen. Irgendwie muss und wird es klappen: Falls zu wenig Wind weht, müssen sie halt rennen.

Auch die Aktiven aus dem Drachenclub und ihre Gäste wollen einen Massenstart hinlegen, dann aber mit möglichst vielen unterschiedlichen Bauformen vom so genannten „Genki“ bis zum Kastendrachen. Jedes Jahr im Programm ist ein Fledermausfliegen, das den Himmel verdunkelt.

Ein großes Nachtflugprogramm steigt am Samstagabend gegen 20.30 Uhr. Diesmal gibt es ein freies Nachtfliegen, dessen Ablauf beim „Briefing“ um 18 Uhr besprochen wird. Nach dem Nachtprogramm feiern alle Aktiven eine Kiterparty im Festzelt - die Öffentlichkeit bleibt dabei außen vor, so dass die Drachenpiloten unter sich sind. Übrigens: Auch in diesem Jahr gibt es keinen Feuerwerkswettbewerb.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare